Wegen KI: Matthew McConaughey lässt sich als Marke eintragen

Wegen KI: Matthew McConaughey lässt sich als Marke eintragen

- Carina Bukenberger
Lesezeit: 2 min

Matthew McConaughey (56) macht jetzt kurzen Prozess mit KI-Fälschungen – und sich selbst kurzerhand zur geschützten Marke. Der Oscarpreisträger ließ in den vergangenen Monaten gleich acht Marken beim US-Patent- und Markenamt eintragen, wie das Wall Street Journal berichtet. Geschützt sind unter anderem Clips, in denen Matthew auf einer Veranda oder vor einem Weihnachtsbaum sitzt, in die Kamera blickt, lächelt oder spricht – sowie eine Audioaufnahme seines legendären Spruchs "Alright, alright, alright" aus dem Kultfilm "Confusion – Sommer der Ausgeflippten". Mit diesem Schritt will der Schauspieler sicherstellen, dass seine Stimme und sein Gesicht nur noch mit seiner ausdrücklichen Zustimmung genutzt werden.

In einer Mail an das Wall Street Journal machte Matthew deutlich, worum es ihm geht: "Mein Team und ich möchten sicher sein, dass meine Stimme oder mein Abbild nur mit meiner Einwilligung verwendet werden." Man wolle "klare Grenzen für Eigentumsrechte schaffen" und dafür sorgen, dass in einer von KI geprägten Welt Konsens zur Norm werde. Seine Anwälte betonen, dass ihnen bisher kein Fall bekannt sei, in dem sein Bild oder seine Stimme missbräuchlich durch KI genutzt wurden. Trotzdem wolle man vorbereitet sein. "Wir haben jetzt ein Werkzeug, um jemanden zu stoppen oder vor ein Bundesgericht zu bringen", erklärte Anwalt Jonathan Pollack gegenüber Dow Jones. Ob die neuen Marken in einem Prozess tatsächlich ausreichen würden, sei zwar offen, aber Matthews Team wolle es "zumindest versuchen".

Privat zeigt sich Matthew seit Jahren als jemand, der Technik zwar nutzt, aber die Kontrolle behalten will. Der dreifache Vater hat in der Vergangenheit selbst mit KI experimentiert, etwa als Werbegesicht für einen KI-Assistenten des Softwarekonzerns Salesforce beim Super Bowl oder als Investor beim Sprach-Start-up ElevenLabs. Dort ließ er seine eigene Stimme für seinen Newsletter "Lyrics of Livin'" auf Spanisch synthetisieren, um mehr Menschen zu erreichen. "Ich wollte sehen, was diese Technologie leisten kann, wenn sie gezielt eingesetzt wird. Wenn das Tool dazu beitragen kann, Verbindungen herzustellen, möchte ich lernen, wie das geht", schrieb er dazu. Gleichzeitig präsentiert sich der Texaner in Interviews immer wieder als Familienmensch, der klare Grenzen zwischen Öffentlichkeit und Privatem ziehen will – genau diese Linie versucht er nun auch im digitalen Raum zu verteidigen.

Schauspieler Matthew McConaughey beim United States Grand Prix im Oktober 2025
Imago
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Matthew McConaughey bei der UK-Sondervorführung von "The Lost Bus" in London
Getty Images
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Matthew McConaughey, Schauspieler, mit Ehefrau Camila und seinen Kindern
Getty Images
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