Ehrlich: Was Sarah Jessica Parker an Hollywood traurig macht
Ein großer Moment in Beverly Hills – und ein ehrlicher Blick zurück: Sarah Jessica Parker (60) wurde am 6. Januar bei der Golden Globes-Gala "Golden Eve" mit dem Carol Burnett Award für ihre Verdienste im Fernsehen geehrt. Im Gespräch mit People sprach die Schauspielerin darüber, was sie an ihrem Business "ein bisschen herzenskrank" macht. Sie freue sich über ihr Glück und ihre lange Karriere, denke aber zugleich an all jene, die trotz Talent und Einsatz nie durchstarten konnten. "Ich fühle mich vom Glück begünstigt, dass ich alles sortieren und mir eine Karriere aufbauen konnte", sagte Sarah Jessica. "Ich weiß, dass andere genauso hart gearbeitet haben und nicht das gleiche Glück hatten", so die Preisträgerin weiter.
Gegenüber People erklärte sie, dass gerade eine Nacht wie diese zum Nachdenken anrege: über Projekte, aus denen sie gelernt habe, über große Regisseurinnen und Regisseure – und über Kolleginnen und Kollegen, die es nicht geschafft hätten. "Manchmal bin ich ein bisschen herzenskrank wegen derer, die wirklich talentiert waren und es nicht geschafft haben", sagte sie. Ihren ersten großen Schritt machte Sarah Jessica bereits mit 14 Jahren, als sie 1979 die Titelrolle in "Annie" am Broadway spielte. Es folgten TV- und Kinoerfolge wie "Square Pegs", "Footloose", "Hocus Pocus" und "Club der Teufelinnen". Weltweit zur Ikone wurde sie schließlich mit "Sex and the City", das 1998 startete, sechs Staffeln und zwei Kinofilme umfasste und später mit "And Just Like That" fortgeführt wurde.
Sarah Jessica sprach auch im Podcast "Call Her Daddy" über das Erbe ihrer Serienfigur. Carries Ton habe sie nachhaltig beeindruckt: "Zunächst einmal, wie sie sprach, ihre Wortwahl – ich hatte noch nie gesehen oder gehört, dass eine Frau so redet", sagte Sarah Jessica in der Juni-2025-Folge. Sie bewunderte "ihre Offenheit" und "Neugier auf Sex und Sexualpolitik". Privat sei sie ganz anders: "Das bin nicht ich – ich rede darüber überhaupt nicht, selbst nicht mit Freundinnen", erklärte die New Yorkerin. Carrie sei "schlagfertig" und "eine kleine Überlebende", nicht immer die beste Freundin oder Partnerin – und gerade deshalb spannend geschrieben. Zwischen Ruhm, Rückblick und Realismus blieb an diesem Golden-Globe-Abend vor allem eines: Dankbarkeit, gemischt mit Empathie für die Namen, die man nie gehört hat.










