Senta Berger kehrt mit 84 Jahren auf die Kinoleinwand zurück
Senta Berger (84) steht mit 84 Jahren noch einmal ganz groß im Rampenlicht: Mit der Bestseller-Verfilmung "Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke" meldet sich die Schauspielerin auf der Kinoleinwand zurück – an der Seite ihres Sohnes Simon Verhoeven (53), der bei dem Projekt Regie führt. Gedreht wurde in München, und im Gespräch mit der Bild vor einigen Tagen erzählte Senta offen, wie sehr sie im Vorfeld mit sich gerungen hat. "Ich habe mir lange überlegt, ob ich diese Rolle überhaupt spielen kann – oder ob ich lieber zu Hause bleibe", sagt sie. Dass sie sich am Ende doch für das Set und gegen den Rückzug entschieden hat, macht dieses Comeback zu einem sehr persönlichen Kapitel in ihrem Leben.
Die Romanvorlage stammt von Joachim Meyerhoff, doch für Senta ist der Film vor allem "ein Geschenk" an sie und Simon, wie sie in Bild erklärt: eine weitere gemeinsame Arbeit vor der Kamera, die sich anfühlt wie ein mögliches Finale – ohne dass sie ein endgültiges Ende ausruft. Während die Geschichte von Verlust, Familie und Endlichkeit erzählt, spiegeln viele Motive auch ihre private Realität wider: Im Frühjahr 2024 starb ihr Ehemann Michael Verhoeven nach rund 60 gemeinsamen Jahren. Trotzdem betont die Schauspielerin, der Film sei keine bewusste Aufarbeitung ihres eigenen Schicksals gewesen. Simon beschreibt eine zentrale Szene, in der ein Sarg aus dem Haus getragen wird, gegenüber Bild als "besonders intensiv und schwierig" für beide, weil die Situation ihrer Familie so nah kam. Senta wiederum betont, sie sei jeden Tag "froh und gerne" zur Arbeit gegangen und habe sich von der Professionalität und Zuwendung am Set getragen gefühlt.
Im Interview spricht Senta ungewöhnlich offen darüber, wie sich ihr Blick auf das Älterwerden verändert hat. "Wirklich alt fühle ich mich erst jetzt", sagt sie gegenüber dem Blatt und verbindet dieses Gefühl klar mit dem Alleinsein nach Michaels Tod. Altsein empfindet sie heute nicht als Makel, sondern als Bilanz: Sie sei dankbar für ein "tolles, reiches Leben", in dem sie nichts versäumt habe – höchstens vielleicht ein paar zusätzliche Reisen nach Venedig. Halt findet sie in ihren Kindern und Enkelkindern, über die sie "lachen" könne, aber auch in den Erinnerungen an die gemeinsame Zeit mit Michael: Den Satz aus dem Film "Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können" könne sie "hundertprozentig" unterschreiben.








