Trauer um Schwester: Palast sorgt sich um Königin Sofia
Königin Sofia (87) erlebt in Madrid die wohl schwerste Phase seit Jahren: Nach dem Tod ihrer Schwester Prinzessin Irene fühlt sich die frühere Monarchin von Spanien laut Berichten aus Palastkreisen von einer "großen emotionalen Leere" getroffen. An ihrer Seite sind jetzt vor allem ihre Kinder: König Felipe (57), Elena (62) und Cristina (60) weichen ihr kaum von der Seite, um sie zu stützen und ihren Alltag zu strukturieren. Auch Ex-König Juan Carlos (88) meldete sich persönlich aus Abu Dhabi, um sein Beileid zu übermitteln. Eine Reise nach Athen zu den Trauerfeierlichkeiten bleibt ihm nach ärztlichem Rat jedoch verwehrt, heißt es. Die Familie versucht, Sofias Kummer aufzufangen, während die nächste Abschiedsetappe vorbereitet wird.
Aus dem Umfeld der emeritierten Königin heißt es, die Sorge um ihren seelischen Zustand sei groß. Irene galt ihr jahrzehntelang als Schatten und unerschütterliche Stütze, besonders seit den familiären Turbulenzen der vergangenen Jahre. Nach Informationen von Monarquía Confidencial wird in Zarzuela darauf geachtet, Sofia nicht allein zu lassen, Routinen beizubehalten und Besuche fein zu koordinieren. Juan Carlos’ Rolle bleibt dabei vor allem tröstend aus der Ferne, da seine Ärzte eine Flugreise strikt untersagt haben. Ob Sofia nach Athen reisen wird, ist zunächst eine private Entscheidung, doch die öffentliche Rückendeckung ihrer Kinder soll ihr in den kommenden Tagen Halt geben und das Protokoll entlasten.
Sofia und Irene verband mehr als Schwesterlichkeit: Beide wuchsen zwischen Griechenland und dem Exil auf, teilten Erinnerungen an Tatoi und behielten trotz wechselnder Lebensumstände ein enges, stilles Bündnis. Irene war in den letzten Jahren häufig im Umfeld der Familie zu sehen, diskret, oft ohne großes Aufsehen. Nach dem Tod von König Konstantin hatte Sofia die Nähe ihrer Geschwister besonders gesucht. Vor wenigen Tagen war bestätigt worden, dass Irene im Zarzuela-Palast in Madrid verstorben ist; Sofia sagte daraufhin Termine auf Mallorca ab und zog sich zurück. In diesen Tagen zählen für die Mutter und Großmutter vor allem stille Rituale, gemeinsames Essen im engsten Kreis und die Gewissheit, dass ihre Kinder präsent sind, wenn die Trauer am heftigsten anklopft.






