Wegen Meghan: Prinz Harry kämpft vor Gericht mit den Tränen

Wegen Meghan: Prinz Harry kämpft vor Gericht mit den Tränen

- Florentine Naumann
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Prinz Harry (41) ist in London vor Gericht gegen den Verlag der Daily Mail angetreten – und zeigte sich dabei so emotional wie selten, wie The Standard berichtet. Am High Court schilderte der Herzog von Sussex am Mittwoch, wie sehr die Berichterstattung des Konzerns sein Leben und vor allem das von Ehefrau Meghan beeinflusst haben soll. "Sie haben das Leben meiner Frau zur absoluten Hölle gemacht, mein Lord", sagte Harry nach Angaben des Blattes und wirkte dabei sichtlich bewegt. Gemeinsam mit Stars wie Elton John (78), dessen Ehemann David Furnish (63), der Schauspielerin Liz Hurley (60), der Aktivistin Doreen Lawrence, der Schauspielerin Sadie Frost (60) und dem Politiker Simon Hughes klagt Harry gegen den Verlag Associated Newspapers Limited, dem unter anderem die Daily Mail gehört.

In dem Verfahren werfen Harry und die weiteren Kläger dem Medienhaus vor, Informationen für Artikel durch illegale Methoden beschafft zu haben – darunter angebliches Abhören von Telefonen und das unbefugte Beschaffen privater Unterlagen. ANL weist alle Vorwürfe entschieden zurück. Rund zweieinhalb Stunden stellte sich Harry den Fragen des gegnerischen Anwalts, bevor sein eigener Vertreter David Sherborne ihn fragte, wie ihn das alles emotional belaste. "Es ist grundlegend falsch, dass man uns das noch einmal antut, wo wir doch nur eine Entschuldigung und Verantwortung wollten", erklärte der Royal laut Gerichtsprotokoll. Er sprach von einer "wiederkehrenden traumatischen Erfahrung" und einem "Wiederholen der Vergangenheit" – und machte deutlich, wie ausgeliefert er sich fühle: "Die Behauptung, ich hätte keinerlei Recht auf Privatsphäre, ist widerlich." Beim Verlassen des Saals wirkte Harry weiterhin stark angefasst und schniefte, als er durch die Tür ging.

Zum Auftakt des Prozesses am Montag herrschte großes Medieninteresse am Royal Courts of Justice. Harry erschien persönlich und stand damit noch mehr im Rampenlicht. Während er sich dem Verfahren stellte, wurden Elton und David per Live-Übertragung zugeschaltet. Die Kläger warfen dem Verlag vor, jahrelang auf illegale Methoden wie Wanzen in Autos, das Abfangen von Telefonaten und das Ausspähen vertraulicher Unterlagen zurückgegriffen zu haben. Der Zeitraum der mutmaßlichen Vergehen reichte nach Ansicht der Kläger von 1993 bis 2011 und sollte sogar noch bis 2018 Auswirkungen gehabt haben. Der Verlag bestritt weiterhin sämtliche Vorwürfe, war jedoch schon im vergangenen Jahr mit dem Versuch gescheitert, die Klage mit Verweis auf Verjährung zu stoppen.

Prinz Harry, Januar 2026
Getty Images
Prinz Harry, Januar 2026
Bei der World Mental Health Day Gala in New York: Meghan und Prinz Harry von der Archewell Foundation
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Bei der World Mental Health Day Gala in New York: Meghan und Prinz Harry von der Archewell Foundation
Prinz Harry, Januar 2026
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