Prinz Harry steht weinender Elizabeth Hurley vor Gericht bei
Tränen, Vorwürfe und royaler Beistand in Londons High Court: Elizabeth Hurley (60) brach am Donnerstag im Zeugenstand mehrfach in sich zusammen, während nur wenige Meter entfernt Prinz Harry (41) aufmerksam jede ihrer Aussagen verfolgte. Die Schauspielerin und der Royal gehören zu einer Gruppe von sieben Klägern, unter ihnen auch Elton John (78), die den Verlag Associated Newspapers – Herausgeber der "Daily Mail" und "Mail on Sunday" – verklagen. Im Zentrum stehen Vorwürfe illegaler Bespitzelung, die sich über fast zwei Jahrzehnte erstrecken sollen. Gemeinsam mit ihren Mitstreitern will Elizabeth klären lassen, ob Reporter heimlich ihre Telefone anzapften, ihre Wohnung überwachten und intime Informationen sammelten.
In ihrer Aussage schilderte Elizabeth laut The Guardian, wie sie sich in den eigenen vier Wänden plötzlich nicht mehr sicher fühlte. Sie sprach von abgehörten Festnetzleitungen, heimlich platzierten Mikrofonen an ihrem Fensterbrett und sogar gestohlenen medizinischen Unterlagen aus der Zeit ihrer Schwangerschaft. Die daraus entstandenen Berichte in den Boulevardblättern bezeichnete sie als "brutale Verletzung der Privatsphäre" und "monströs". Dass sie viele Jahre lang keine offiziellen Beschwerden eingereicht habe, erklärte sie laut People damit, dass die Geschichten im Kern stimmten – nur habe sie später den Verdacht entwickelt, dass diese Wahrheit nicht auf legalem Weg ans Licht gekommen sei: "Ich glaube, es ist, weil Leute mich heimlich belauscht haben", sagte sie. Associated Newspapers weist alle Vorwürfe als "abwegig" zurück und betont, die rund 50 angegriffenen Artikel beruhten auf legalen Quellen.
Für Harry ist der Tag an der Seite von Elizabeth nur ein weiterer Auftritt in einem langen Konflikt mit der britischen Boulevardpresse. Der Royal hat schon zuvor seine Aussagen gegen den Verlag gemacht, dabei auch deutlich gemacht, wie sehr er sich durch die Berichterstattung um sein eigenes Leben, seine Frau Meghan (44) und seine engsten Vertrauten – darunter Bruder Prinz William (43) und Schwägerin Kate – belastet fühlt. Während sich ein Teil der Öffentlichkeit zuletzt noch über künstlerische Gerichtsskizzen seines Aussehens amüsierte, steht nun wieder das Ernsthafte im Mittelpunkt: Tränen im Saal, persönliche Geschichten über Misstrauen im eigenen Umfeld und Prominente, die erzählen, wie sich ihr Alltag veränderte, als sie begannen, überall heimliche Zuhörer zu vermuten. Für Elizabeth und Harry bleibt der Gerichtssaal damit nicht nur ein juristischer Ort, sondern auch eine Bühne, auf der sie sehr private Verletzungen öffentlich machen.









