Übergriffige Fans: Nilam Farooqs Grund für das YouTube-Aus
Nilam Farooq (36) erzählt, warum sie mit YouTube Schluss gemacht hat und das ungewöhnlich deutlich. In der aktuellen Folge des Podcasts "Zwischen den Zeilen" schildert die Schauspielerin, wie sich die Plattform für sie verändert hat und weshalb sie die Reißleine zog. Laut Nilam verschoben sich die Erwartungen vieler Zuschauer im Laufe der Jahre in ihr Privatleben hinein, bis es ihr zu nah wurde. Parallel startete sie bei "Soko Leipzig" vor der Kamera durch, während sie online immer stärker in eine Rolle gedrängt wurde, die sie nicht mehr wollte. Ihr Fazit: Der Zeitpunkt für den Ausstieg war gekommen.
Im Gespräch erklärt Nilam, dass Fans zunehmend intime Einblicke forderten und sich in Entscheidungen einmischten. "Es war mir zu privat geworden, was die Leute wollten. Es war mir zu übergriffig geworden", sagt sie in dem Podcast. Dazu kam ihr Eindruck, dass YouTube insgesamt eine Richtung nahm, die ihr missfiel: "Immer weiter von der Qualität weg zum Trash", so Nilam. Gleichzeitig bekam sie in der Film- und Fernsehbranche Gegenwind: "Ich bin ja dann gegen Ende der YouTube-Zeit bei der Soko Leipzig eingestiegen und habe ganz toll gemerkt, wie das von der Branche zu der Zeit super belächelt wird, dass ich YouTube mache." Sie habe erlebt, "dass mich da als Schauspielerin keiner ernst genommen hat". Das Bedürfnis nach Anerkennung habe den Abschied mit beeinflusst.
Privat hielt Nilam ihr Leben schon früh lieber aus dem Rampenlicht heraus, zeigte auf Social Media eher Ausschnitte als den kompletten Alltag. In Interviews betont die Berlinerin regelmäßig, wie wichtig ihr klare Grenzen sind und dass sie Kraft aus Phasen ohne ständige Öffentlichkeit zieht. Der Fokus auf ihre Schauspielerei, die ihr seit Jahren am Herzen liegt, passt dazu: Drehs, Textproben, Ensemblearbeit – Dinge, die sich selten in kurze Clips packen lassen. Wer Nilam länger folgt, kennt ihren Hang zu Bücherstapeln, Kaffee und ruhigen Momenten zwischen Projekten. Der Schritt weg von YouTube fügt sich deshalb für viele Wegbegleiter als bewusste Neuordnung zusammen, bei der persönliche Balance Vorrang hat.









