Nicolas Cage: Alkohol-Coach verhalf ihm zum Oscar
Nicolas Cage (62) hat in einem neuen Video-Interview mit Vanity Fair enthüllt, dass er sich für seine Oscar-Rolle in "Leaving Las Vegas" mit Hilfe eines Alkohol-Coachs gezielt betrunken hat – und dabei bis in den Blackout ging. Der Schauspieler spricht in dem Format über prägende Szenen seiner Karriere und erzählt, wie er für eine Casino-Sequenz im Drama von Mike Figgis einen einmaligen Ausnahmeweg wählte. An einem Drehtag in Las Vegas, begleitet von einem Bekannten aus dem Familienkreis, griff er zu Sambuca und gab der Crew ein Signal: Jetzt oder nie, die Kamera soll alles festhalten. Das sei gefährlich gewesen, sagt Nicolas rückblickend – und etwas, das er heute nicht mehr tun würde.
Im Gespräch schildert Nicolas seine Motivation: Er wollte die Darstellung eines Menschen zeigen, der wirklich trinkt, nicht nur so tut. Als Referenz nennt er Albert Finneys (89) Auftritt in "Unter dem Vulkan" und dessen schonungslosen Gang durch die Straßen von Mexiko. Normalerweise, betont der Star im Vanity-Fair-Clip, gehe er nie alkoholisiert an die Arbeit, probiere höchstens einen Schluck zur Vorbereitung und spucke ihn wieder aus. Für "Leaving Las Vegas" habe er jedoch die Regel gebrochen. Der Coach, "Tony Dingman", ein befreundeter Poet, habe Sambuca als passendes Getränk empfohlen. "Ich wollte diese Szene nehmen und mich richtig volllaufen lassen", zitiert Vanity Fair den Schauspieler. Im Film spielt Nicolas den Drehbuchautor Ben Sanderson, der sich in Las Vegas dem Alkohol hingibt – eine Performance, für die er 1996 den Oscar als Bester Hauptdarsteller gewann.
Der Schauspieler ist seit Jahrzehnten dafür bekannt, an die Grenzen des Machbaren zu gehen – sei es, indem er sich für frühere Rollen Zähne ohne Betäubung ziehen ließ oder körperlich extreme Verwandlungen einging. Gleichzeitig betont Nicolas im Rückblick, dass sich seine Prioritäten verschoben haben: Privat ist er Vater und pflegt enge Bindungen zu seiner Familie, auf die er in Interviews immer wieder zu sprechen kommt. Heute legt der Star nach eigenen Worten mehr Wert auf Kontrolle und Sicherheit am Set, auch wenn seine Erinnerungen an "Leaving Las Vegas" zeigen, wie weit er einst bereit war zu gehen, um eine Figur emotional und körperlich komplett zu durchdringen.








