Jamie Lee Curtis verstand Drehbuch von Oscar-Abräumer nicht
Jamie Lee Curtis (67) hat in einem Interview mit "60 Minutes" verraten, dass das Drehbuch zu ihrem preisgekrönten Film "Everything Everywhere All at Once" sie zunächst komplett überfordert habe. Die Schauspielerin, die für ihre Rolle der Deirdre Beaubeirdre den Oscar, BAFTA und Golden Globe als Beste Nebendarstellerin gewann, erklärte, dass sie während des ersten Lesens der Handlung keinen Zusammenhang erkennen konnte. "Ich habe keine einzige Sekunde davon verstanden", gestand Jamie Lee Curtis. Ihre Rolle als Steuerprüferin hingegen habe sie sofort begriffen: "Deirdre ist eine Frau ohne Liebe, die ihre Position im Job nutzt, um Kontrolle auszuüben."
Obwohl der Film aufgrund seiner komplexen, multidimensionalen Handlung Zuschauer und Kritiker gleichermaßen beeindruckte, betonte die Schauspielerin, dass sie sich vor allem auf die emotionale Tiefe ihrer Figur konzentrierte. "Wir kennen alle eine Deirdre", sagte sie und erklärte, dass sie den Charakter als jemanden sieht, der seine Einsamkeit und fehlende Zuneigung durch Machtspielchen im Beruf kompensiert. Der überraschende Oscar-Gewinn war für Jamie Lee Curtis ein Moment großer Rührung, wie sie im Interview preisgab: "Das war nicht geplant." Während ihrer Dankesrede konnte man sie in Richtung der Kamera "Shut up" flüstern sehen, da sie selbst nicht mit diesem Erfolg gerechnet hatte.
Jamie Lee Curtis sprach im Interview auch offen über ihre berühmten Eltern, Tony Curtis (†85) und Janet Leigh, die in Hollywood äußerst erfolgreich waren, jedoch nie einen Oscar mit nach Hause brachten. Im Vergleich dazu habe sie nicht nur beruflich, sondern auch emotional Fortschritte gemacht. "Ich habe meine Eltern übertroffen, vor allem in Bezug auf emotionale Freiheit", erklärte sie. Ihre Mutter, sagte sie, sei oft durch die starren Erwartungen der Filmbranche eingeschränkt worden, während sie selbst von der Freiheit und Authentizität ihrer Karriere profitiert habe.









