Charli XCX erklärt offen, warum sie keine Kinder haben will
Charli XCX (33) spricht so offen wie selten über ein Thema, das viele beschäftigt: Kinder ja oder nein? In der neuen Folge des Podcasts "Smartless", die am Montag, 2. Februar, erscheint, erzählt die Sängerin in Los Angeles von ihrer Kindheit als Einzelkind und warum sie daraus Schlüsse für ihr eigenes Leben zieht. Ohne Geschwister habe sie Streit nur mit den Eltern gekannt, sagt Charli, das habe Konflikte größer wirken lassen. Auf die Nachfrage von Gastgeber Jason Bateman (57), ob sie deshalb später mehr als ein Kind wolle, antwortet sie klar: "Ich will eigentlich keine Kinder." Die Musikerin betont, dass sich Gefühle ändern können, fügt aber hinzu, dass sie die Fantasie vom Kindernamen zwar liebe, sich damit aber "offenbar nicht bereit" fühle.
Im Gespräch führt Charli aus, dass der fehlende "Puffer" durch Geschwister Auseinandersetzungen mit Autoritätspersonen intensiver gemacht habe: "Der Clash fühlt sich viel drastischer an", beschreibt sie. Genau deshalb beobachtet sie bei Freundinnen und Freunden mit Geschwistern eine entspanntere Art, Konflikte zu lösen. Die Künstlerin erklärt im Podcast weiter, sie möge zwar die Idee rund ums Benennen eines Kindes, sehe darin aber ein Warnsignal: Wenn das der aufregendste Teil sei, sei es "vielleicht nicht der richtige Zeitpunkt". Gegenüber Rolling Stone UK hatte Charli zuvor grundlegende Fragen gestellt: "Bin ich weniger Frau, wenn ich kein Kind habe? Werde ich das Gefühl haben, meine Bestimmung verpasst zu haben?" Sie spricht von biologischer und sozialer Programmierung und davon, wie groß der Druck auf Frauen – besonders in der Popwelt – sei, solche Themen nicht offen anzusprechen. Falls sie ihre Meinung ändere, müsse alles exakt geplant werden: Verhütung absetzen, Touren aussetzen, mit Partner George Daniel (35) abstimmen und dann versuchen, schwanger zu werden. "Ich weiß, dass ich die Entscheidung treffen muss, weil wir eine Uhr haben", sagt sie.
Abseits der Familienfrage zeichnet Charli derzeit ein Bild, das zwischen beruflichem Höhenflug und persönlicher Standortbestimmung pendelt. Nach dem riesigen Erfolg von "BRAT" sprach die Künstlerin jüngst über Zweifel in der Entstehungsphase und mutige Pläne für neue Wege. Privat zeigt sie sich dabei gleichzeitig gefestigt: Mit George, den sie 2021 beim gemeinsamen Song "Spinning" kennenlernte und 2025 heiratete, teilt die Musikerin den Alltag zwischen Studio, Bühne und Rückzugsmomenten. Freundinnen berichten, Charli wirke in ihrem kleinen Kreis am entspanntesten, wenn sie kocht, Playlists für lange Autofahrten bastelt oder mit George alte Popklassiker hört. Wenn es um Zukunftsentscheidungen geht, nimmt sie sich, so heißt es, gern Zeit – Handy weg, Notizbuch auf, ein langer Spaziergang, erst dann fällt ein Entschluss.









