So hart war Monica Lierhaus' Kampf zurück aus dem Koma
Monica Lierhaus (55) spricht so offen wie selten über den wohl dramatischsten Einschnitt ihres Lebens: Im Gespräch mit Fußballprofi Robin Gosens (31) schildert die frühere Sportschau-Moderatorin, was nach der Entdeckung eines Hirnaneurysmas geschah, wie Ärzte sie 2009 nach einer Operation in ein künstliches Koma versetzten und warum ihre Familie damals sogar zum Abschied ans Krankenbett gerufen wurde. "Aktive Momente gab es gar nicht. Ich war wirklich weg vom Fenster", resümiert Monica. Vier Monate blieb sie bewusstlos, während Schwester Eva aus den USA anreiste und an ihrem Bett wachte. Als die Moderatorin erwachte, erkannte sie Textstellen wieder, die Eva ihr in der Zeit vorgelesen hatte – aktiv erlebt habe sie in der Tiefe des Komas aber nichts, erzählt sie im "Wie geht's? mit Robin Gosens"-Podcast.
Besonders eindringlich beschreibt Monica die ersten Tage nach dem Aufwachen. "Ich konnte wirklich nichts", sagt sie in dem Talk und findet Worte, die nachhallen: "Ich war wie eine lebende Leiche" – sitzen, stehen, gehen, sogar das Schlucken funktionierten nicht mehr. Pürierte Nahrung, eine Trachealkanüle zum Atmen, permanentes Training gegen den gestörten Gleichgewichtssinn prägten den Alltag. Die Moderatorin zieht eine bittere Bilanz: Die Operation habe ihr zwar das Leben gerettet, sie würde sie rückblickend aber nicht noch einmal machen. Zugleich erklärt sie, warum klassische Therapieangebote für sie in dieser Phase nicht infrage kamen und wie sich ihr Blick auf die eigene Geschichte in "zwei Leben" teilt – vor und nach der OP.
Monica hatte das Aneurysma einst durch einen Zufallsfund im MRT erfahren und sich damals entschieden, schnell zu handeln. Der Start in die Reha wurde zur Geduldsprobe, während ihre Schwester zur wichtigsten Stütze wurde. "Es war grauenvoll", erinnerte sie sich mitgenommen an diese schwere Zeit – trotz familiärer Unterstützung. Heute weiß die ganze Welt um den pragmatischen Charakter und die beeindruckende Beharrlichkeit, mit der die Journalistin Routinen neu gelernt hat. "Es ist okay, so wie es ist. Ich kann mich selbst versorgen und das ist mir sehr wichtig", erklärte Monica zum Thema Spätfolgen einst im Interview mit dem Magazin Stern. Ein wenig Halt fand sie in den langen Lesestunden am Krankenbett und in familiären Ritualen, die Struktur gaben, als Sprache und Bewegungen noch ruckelig waren.








