

Angriff war wohl geplant: Wurde Nancy Guthrie gestalkt?
Die Angst um Savannah Guthries (54) Mutter wird von Tag zu Tag größer: Seit fünf Tagen fehlt von Nancy Guthrie jede Spur, nachdem die 84-Jährige in der Nacht zu Sonntag aus ihrem Haus in den Catalina Foothills bei Tucson, Arizona, verschwunden ist. Nun legt eine ehemalige CIA-Mitarbeiterin und frühere FBI-Spezialagentin im Gespräch mit Page Six nahe, dass Nancy wohl schon länger ins Visier ihres Entführers geraten sein könnte. Die Ermittler gehen demnach von einer geplanten Tat aus, bei der jemand mitten in der Nacht auf das Gelände gelangte, gezielt am Haus agierte und anschließend mit der Seniorin verschwand. Während die Polizei jede mögliche Spur prüft und eine Belohnung von 50.000 Dollar für Hinweise ausgesetzt wurde, kämpft Savannah gemeinsam mit ihren Geschwistern öffentlich um die sichere Rückkehr ihrer Mutter.
Bei einer Pressekonferenz am Donnerstag wurde bestätigt, dass an Nancys Haus kein verwertbares DNA-Material eines mutmaßlichen Täters gefunden wurde – laut Experten ein Zeichen dafür, dass der Entführer extrem vorbereitet gewesen sein muss. Die Türklingel-Kamera wurde demnach gegen 1:47 Uhr in der Nacht abgeschaltet. Der Unbekannte soll rund 45 Minuten auf dem Grundstück gewesen sein und offenbar genau gewusst haben, wo sich die Sicherheitskameras befinden. Zudem ergab die Spurensicherung, dass die Blutspuren vor der Haustür von Nancy stammen, die den Schilderungen der Ermittler nach im Schlaf überrascht und dabei verletzt worden sein könnte. Parallel untersucht das FBI einen Erpresserbrief, der eine klare Frist für eine Geldzahlung setzt und in dem unter anderem eine Apple Watch und ein Flutlicht erwähnt worden sein sollen.
Die frühere CIA- und FBI-Fachfrau Tracy Walder schildert, wie leicht sie online an Nancys Adresse, E-Mail und Telefonnummer gelangt sei – ein Risiko, das sie direkt mit Savannahs prominenter Karriere als Moderatorin in Verbindung bringt. Sie hält es für möglich, dass der Täter Nancys Alltagsroutinen über längere Zeit beobachtet hat und gezielt zuschlug, als die Bewohnerin allein und ungeschützt war. Savannah hatte bereits Anfang der Woche in einem emotionalen Instagram-Post um Gebete und Unterstützung gebeten, nachdem ihre Mutter am Sonntag nicht zum Gottesdienst erschienen war und als vermisst gemeldet wurde. In einem aktuellen Video appelliert sie nun gemeinsam mit ihren Geschwistern Annie und Camron an die Entführer, ihre Mutter unversehrt freizulassen. Für die Journalistin, die im amerikanischen Frühstücksfernsehen sonst täglich Millionen Menschen begrüßt, steht seitdem nur eines im Mittelpunkt: das bange Warten auf ein Lebenszeichen von Nancy und die Hoffnung, ihre Mutter bald wieder in die Arme schließen zu können.




