Clinton-Skandal: Monica Lewinsky berichtet über ihr Trauma
Monica Lewinsky (52) hat in ihrem Podcast "Reclaiming with Monica Lewinsky" mit Schauspielerin Jameela Jamil (39) offen über die Nachwirkungen des Clinton-Skandals gesprochen. Beinahe 30 Jahre nach den Ereignissen offenbarte die frühere Praktikantin des Weißen Hauses, dass sie trotz aller Fortschritte in der Bewältigung der Vergangenheit immer noch mit Angst lebt. "Es mag verrückt klingen, aber ich habe oft das Gefühl, dass ein Ereignis alles, was ich in den letzten 11 Jahren aufgebaut habe, wieder zerstören könnte", erklärte sie emotional. Während sie heute mehr Selbstbewusstsein entwickelt habe, bleibe die Erinnerung an das Trauma und die öffentliche Beschämung tief verwurzelt. Die Ereignisse belasten sie noch heute.
Der Skandal um eine Affäre mit dem damaligen US-Präsidenten Bill Clinton (79), der 1998 zu einem Amtsenthebungsverfahren führte, stellte Monica in den Mittelpunkt globalen Spotts. Jamil merkte an, Monica hätte zu jener Zeit keinerlei Möglichkeit gehabt, ihre eigene Sicht der Dinge darzulegen. "Damals gab es für dich keine Möglichkeit, etwas zu entgegnen oder die Kontrolle über die Erzählung zu übernehmen", sagte die Schauspielerin. "Heute hast du überall Gelegenheiten, sofort zu reagieren", führte sie ihre Gedanken weiter aus. Monica stimmte zu – gestand jedoch, dass ihre Angst sie immer noch daran hindere, ihre Stimme voll zu nutzen.
Trotz der Schatten der Vergangenheit hat Monica in den letzten Jahren eine wichtige Rolle als Anti-Mobbing-Aktivistin übernommen. Ihr Engagement gegen öffentliches Shaming hat sie zu einer gefragten Rednerin gemacht, die sich für ein besseres Bewusstsein im Umgang mit sozialen und medialen Anfeindungen einsetzt. Die Arbeit sei für sie auch eine Form der Heilung, erklärte sie in ihrem Podcast. Monica betonte, wie wichtig es für sie sei, im Hier und Jetzt zu bleiben und sich nicht ausschließlich von den Erlebnissen der Vergangenheit bestimmen zu lassen: "Ich glaube, es geht einfach darum, an dem festzuhalten, was jetzt ist und nicht an dem, was war." Ihre Offenheit und die Bereitschaft, über ihre Erfahrungen zu sprechen, machen sie zu einer Stimme für all jene, die im öffentlichen Leben Ähnliches durchgemacht haben. Durch ihre Auftritte, Vorträge und den eigenen Podcast versucht Monica, anderen Halt zu geben – ohne dabei zu verbergen, dass der Kampf mit den eigenen Narben für sie selbst jeden Tag weitergeht.







