Ex-Gefängnisdirektor-Nummer gefunden: R. Kelly in Einzelhaft
R. Kelly (59) sitzt derzeit in der Federal Correctional Institution in Butner im US-Bundesstaat North Carolina eine jahrzehntelange Haftstrafe ab, nachdem er wegen Erpressung, Sexhandel und des Missbrauchs Minderjähriger verurteilt wurde. Nun sorgt der Sänger erneut für Aufsehen. Bei einer Zellendurchsuchung wurde in seinem Notizbuch die Telefonnummer eines inzwischen pensionierten Gefängnisdirektors der Haftanstalt entdeckt. Wie das Portal TMZ berichtet, untersuchen die US-Behörden jetzt, wie der Musiker an die private Nummer gekommen ist. Für die Dauer der Ermittlungen wurde R. Kelly in die Special Housing Unit verlegt und befindet sich damit in Einzelhaft.
Sein Anwalt Beau Brindley ging direkt in den Verteidigungsmodus und erklärte gegenüber TMZ, dass sich sein Mandant an einem Mentorenprogramm im Gefängnis beteilige, um anderen Insassen zu helfen. Genau dieses Programm sei von dem ehemaligen Gefängnisdirektor der Haftanstalt geleitet worden, um dessen Telefonnummer es nun geht. Bevor der Mann in den Ruhestand ging, habe er dem Sänger seine Privatnummer gegeben, damit dieser bei Fragen zum Programm erreichbar bleibe, so der Anwalt. Aufgeflogen sei das Ganze, weil R. Kellys Zellengenosse mit einem verbotenen Mobiltelefon erwischt worden war. Bei der anschließenden Durchsuchung der Zelle fanden die Behörden dann das Notizbuch mit der Nummer des Ex-Direktors.
Das Federal Bureau of Prisons wollte sich auf Anfrage von TMZ aus Datenschutz- und Sicherheitsgründen nicht weiter zu den laufenden Untersuchungen äußern. Es wird nun geprüft, ob es einen unzulässigen Kontakt zwischen dem pensionierten Gefängnisdirektor und dem Häftling gab oder ob tatsächlich alles im Rahmen des offiziellen Mentorenprogramms ablief. R. Kelly war bereits in der Vergangenheit mit dem Song "I Believe I Can Fly" weltberühmt geworden. Zuletzt hatte der Musiker im Gefängnis bereits für Schlagzeilen gesorgt, als er mit einer Medikamentenüberdosis vorübergehend ins Krankenhaus eingeliefert werden musste und behauptete, jemand trachte ihm nach dem Leben.






