Um Frauen zu ködern: Jeffrey Epstein verfolgte geheimen Plan
Neue E-Mails aus Akten des US-Justizministeriums werfen ein verstörendes Licht auf die Machenschaften des verurteilten Sexualstraftäters Jeffrey Epstein (†66). Die Dokumente zeigen laut Bild, dass der Unternehmer im Jahr 2010 erwog, in das damalige Musik-Imperium EMI zu investieren – offenbar nicht nur aus wirtschaftlichem Interesse, sondern vor allem, weil er sich davon Zugang zu Frauen erhoffte. In einer E-Mail aus jener Zeit schrieb sein Vertrauter David Stern über das Musiklabel: "Angeschlagene Branche, aber verbunden mit P." Dabei handelte es sich um einen perfiden Code, den Jeffrey verwendete, um über Frauen zu sprechen.
Laut den Unterlagen nutzte Jeffrey den Buchstaben "P" als Abkürzung für den vulgären englischen Begriff "Pussy". US-Medien berichten, dass David seinem Chef zu besonderen Anlässen wie Geburtstagen oder Neujahr "viel P" gewünscht haben soll. In einer weiteren E-Mail bot der enge Mitarbeiter an, Karten für eine Modenschau zu organisieren, damit Jeffrey dort "chinesische P begutachten" könne. In den Mails zum geplanten EMI-Deal taucht auch der Name des britischen Politikers Peter Mandelson auf, der damals britischer Wirtschaftsminister war. Jeffrey fragte offenbar, ob man dessen Hilfe benötige, und kontaktierte den Lord später direkt wegen EMI. Aus dem Deal wurde letztlich nichts – im Februar 2011 übernahm die US-Bank Citigroup die Kontrolle und das Unternehmen wurde zerschlagen.
Erst vor wenigen Tagen machte eine neue Website von sich reden, auf der Interessierte die E-Mails von Jeffrey durchsuchen konnten – und das im Stil eines bekannten Mailanbieters. Das digitale Archiv jmail.world, entwickelt von Luke Igel und Riley Walz aus Kalifornien, brachte mit seiner spielerischen Oberfläche erstmals Ordnung in das Akten-Chaos rund um den Fall. "Die veröffentlichten Unterlagen waren einfach so schwer zu lesen", erklärte Luke gegenüber Wired. Die beiden griffen laut eigenen Angaben lediglich auf bereits öffentliche Ermittlungsakten zurück. So konnten Nutzer alles durchsuchen, von Nachrichten an berühmte Unternehmer bis zu Flugdaten und Epsteins Musik-Playlists.






