Grenzwertig? Mario Basler schießt scharf gegen Frauenfußball
Es gibt Meinungen, die sich über Jahrzehnte einzementieren – und Mario Baslers (57) Haltung gegenüber dem Frauenfußball gehört offensichtlich dazu. Im vierteiligen SWR-Podcast "Mario Basler – Letzter Typ" ließ der frühere Nationalspieler erneut keinen Zweifel daran, was er von der Sportart hält, wenn Frauen sie betreiben. Schon 2011 hatte er mit einer Kolumne für Aufsehen gesorgt: "Fußball ist nichts für Frauen", schrieb er. Nun bekräftigte er seine Position mit unverminderter Überzeugung: "Bin ich nach wie vor dafür", erklärte er gegenüber Moderatorin Katharina Reckers. "Das hat mit Fußball nichts zu tun. Allein wenn die Frauen rennen, wenn sie schießen, wenn sie grätschen", so Mario.
Moderatorin Katharina ließ die Aussagen nicht unkommentiert stehen. Doch der Ex-Bayern-Spieler teilte lieber weiter aus. Frauen kämen seiner Einschätzung nach ins Stadion, weil sie eben mitgehen müssten, nicht aus echter Leidenschaft für das Spiel. Als Katharina diese Verallgemeinerung zurückwies, wechselte Mario das Argument und warf die Frage auf, wie viele Frauen tatsächlich in der Lage seien, eine Abseitsregel zu erklären. Die Journalistin antwortete knapp und bestimmt: "Viele Frauen", worauf Mario lediglich ein "mittlerweile vielleicht" entgegnete. Eine echte Bereitschaft, die eigene Haltung zu hinterfragen, war darin nicht zu erkennen. Stattdessen schien jedes Zugeständnis sofort wieder relativiert zu werden, bevor es wirklich Gewicht bekommen konnte.
Dass Marios Aussagen kein Einzelfall sind, machte Katharina im Podcast deutlich. Sie verwies auf eine Äußerung aus dem Jahr 2025, in der er sich mit drastischen Worten über den Anblick von Frauenfußball geäußert hatte: "Ich bekomme Augenkrebs von Frauenfußball." Mario, der sich zuletzt als Schauspieler versuchte, fühlte sich durch solche Kritik missverstanden. "Immer, wenn irgendwas gegen Frauen ist, heißt es: Du bist noch im Jahre 1990." Katharina hielt dagegen, dass strukturelle Benachteiligung von Frauen eine gesellschaftliche Realität sei, die man nicht einfach beiseiteschieben könne. Am Ende der Diskussion verlor die Moderatorin sichtlich die Geduld und empfahl dem Ex-Fußballer mit unverblümten Worten, "vielleicht auch mal die Fresse zu halten".








