

Zeugin im Marius-Høiby-Prozess: "Blut spritzte überall hin"
Im Prozess gegen Marius Borg Høiby (29) sagt aktuell seine Ex-Freundin, die sogenannte Frau aus Frogner, vor Gericht aus – und schildert dabei erschütternde Szenen aus ihrer Beziehung. Besonders dramatisch beschreibt sie einen Vorfall in Skaugum: Nach einem heftigen Streit habe Marius die Faust gehoben, als wolle er sie schlagen. Sie habe sich geduckt, woraufhin er sich umgedreht und durch eine Glastür geschlagen habe. "Danach ging er an mir vorbei und schlug gegen eine andere Tür, sodass das Glas ins Zimmer fiel", berichtet die Frau vor Gericht. Marius habe geblutet. "Das Blut spritzte überall hin, ich bekam totale Panik. Ich lief los und holte Handtücher oder Papier, um die Blutung zu stoppen", erinnert sie sich.
Die Zeugin schildert weitere Übergriffe und bedrohliche Situationen. So habe Marius während einer Reise nach Strandafjellet im Jahr 2024 ihren Laptop in zwei Hälften zerbrochen, als sie nach einem Streit über private Videos von ihm nach Hause fliegen wollte. "Während ich dabei war, riss er mir plötzlich den Laptop vom Schoß und zerbrach ihn in zwei Hälften", sagt sie. Zudem habe er ohne ihre Einwilligung Fotos und Videos von ihrem Intimbereich gemacht. "Ich habe in keines dieser Bilder eingewilligt", betont sie vor Gericht. Die Frau beschreibt Marius als "Jetset-Typen, der jedes Wochenende auf Partys war und Drogen nahm", berichtet das Magazin 20minuten. Sie habe große Angst vor seinen Wutausbrüchen gehabt. Einmal habe er sich sogar Zugang zu ihrer Wohnung verschafft und ihr ein Video aus ihrem Bett geschickt – mit bedrohlichem Ton.
Die Frau erhebt zudem schwere Vorwürfe gegen die Polizei. Sie deutet an, dass es undichte Stellen geben könnte: "Ich habe erlebt, dass sehr viele persönliche und ernste Dinge über mich an die Medien weitergegeben wurden", erklärt sie. Das habe dazu geführt, dass sie der Polizei nicht mehr vertraue. Beim letzten Vorfall habe sie sich nicht getraut, Kontakt aufzunehmen – nicht weil sie keine Hilfe gebraucht hätte, sondern aus Angst, dass Informationen nach außen gelangen. Vor Gericht erklärt die Zeugin auch, warum sie trotz allem immer wieder zu Marius zurückkehrte: "Es war schwer, Abstand zu halten, denn es knisterte gewaltig zwischen uns." Ihre eigenen Grenzen seien nach und nach verschoben worden – nicht über Nacht, sondern Schritt für Schritt. Das Gericht hatte entschieden, dass Marius während ihrer Aussage an einem anderen Platz im Gerichtssaal sitzen muss, damit die Frau ihm nicht in die Augen schauen muss.





