Marius Borg Høibys Prozess: Neues Videomaterial aufgetaucht
Im laufenden Gerichtsprozess gegen Marius Borg Høiby (29) ist jetzt neues Videomaterial aufgetaucht, das die Anklage weiter belastet, wie VG berichtet. Ingrid Myhr, die früher für die norwegische Bildungsministerin Kari Nessa Nordtun gearbeitet hat, fand kürzlich zwei Videos auf ihrem Handy, die sie am 25. Juni 2024 aufgenommen hatte. Die Aufnahmen, auf denen ein laut schreiender Mann zu hören ist, stammen aus dem Wohnhaus, in dem auch die sogenannte Frogner-Frau zu diesem Zeitpunkt lebte. Ingrid hatte die Videos zunächst vergessen und wusste nicht, dass sie für den Fall relevant sein könnten, bis sie die Aufnahmen der Ministerin zeigte. Diese riet ihr laut der norwegischen Zeitung VG unverzüglich, das Material der Polizei zu übergeben.
Die beiden Videoaufnahmen wurden am Dienstagmorgen vor Gericht abgespielt. Laut Staatsanwalt Andreas Kruszewski entstanden die Clips um 7.15 Uhr morgens und um 17.15 Uhr nachmittags am selben Tag. Als Marius im Gerichtssaal gefragt wurde, ob er sich an das Geschehen erinnere, antwortete er ausweichend. "Nein, ich habe sehr schlecht gehört, was passiert ist", erklärte er zunächst. Nachdem die Tonaufnahmen ein zweites Mal abgespielt wurden, räumte er ein: "Ich höre immer noch nicht, was gesagt wird, aber wahrscheinlich bin ich das."
Am Mittwoch war die Stimmung im Gerichtssaal besonders angespannt, laut Bild. Marius geriet mit einer Zeugin in einen offenen Streit, als es um Vorwürfe von Eifersucht ging. Die Freundin des mutmaßlichen Opfers erklärte: "Ich erinnere mich etwas besser daran als du." Marius ging mit dieser Aussage nicht mit. Es folgte offenbar ein Wortwechsel. Der Richter schritt ein und sagte: "Ich wünsche hier keinen Streit." Die Zeugin war so aufgewühlt, dass ihr die Tränen kamen.






