Hörminderung und ADHS: Alisa bricht Schweigen über "GNTM"
Alisa hat sich nach ihrem Aus bei Germany's Next Topmodel zu Wort gemeldet. Die 27-jährige Münchnerin schied in Folge 10 aus, nachdem weder beim Shooting noch beim abschließenden Catwalk eine überzeugende Leistung gelingen wollte. Was viele Zuschauer irritierte: Alisa hatte ihre Probleme beim Fototermin mit Modefotograf Kristian Schuller damit begründet, akustisch kaum etwas mitbekommen zu haben. Das sorgte für reichlich Skepsis – zumal ProSieben in der Sendung angeblich Szenen zeigte, die ihre Darstellung infrage zu stellen schienen. Jetzt legt Alisa auf TikTok ihre Version der Dinge offen und macht dabei deutlich, dass ihre Höreinschränkung keine Schutzbehauptung war, sondern auf eine reale Krankengeschichte zurückgeht, die sie seit ihrer Kindheit begleitet.
"Ich habe eine Hörminderung als Kind gehabt von 70 Prozent. Ich wurde daraufhin operiert und dann sollte es über die Jahre besser werden. Es wurde besser, aber leider hat man relativ schnell festgestellt, dass mein Gehör nicht mehr 100 Prozent vollständig hergerichtet werden kann", erzählt Alisa. Im Alltag komme sie damit gut zurecht – die Einschränkung mache sich kaum bemerkbar. Anders sei das jedoch in Drucksituationen: Beim Shooting unter Zeitdruck, mit lautem Umfeld und räumlicher Distanz zum Fotografen, sei genau das zutage getreten, was sie sonst gut kompensieren könne. Erschwerend hinzu kam ihre ADHS, die sie bereits zu Beginn der Staffel öffentlich erwähnt hatte. In solchen Ausnahmemomenten, so beschreibt sie es, sei sie schlichtweg "komplett reizüberflutet" gewesen – eine Kombination, die ihr an jenem Tag das Arbeiten erheblich schwerer machte, als es von außen sichtbar war.
Zu Beginn des Shootings habe sie Heidi Klum (52) und Kristian Schuller noch problemlos verstehen können – beide standen in unmittelbarer Nähe. Als der Fotograf während der Aufnahmen zunehmend mehr Abstand nahm, wurde die Verständigung deutlich schwieriger. Anweisungen mussten mehrfach wiederholt werden, der Fotograf wurde dabei laut ihr immer lauter, bis sie ihn schließlich verstand. Genau dieser Ablauf sei Alisas Darstellung nach im Schnitt so verändert worden, dass es so gewirkt hätte, "als hätte ich es gleich beim ersten Mal verstanden" – ein Eindruck, der nicht der Wahrheit entspreche. Dass sie ihre Einschränkung in der Hitze des Moments als "taub" bezeichnet hatte, räumt Alisa selbst als unglückliche Wortwahl ein: Ihr habe in dem Augenblick schlicht die passende Formulierung gefehlt. Mit ihrem Statement möchte sie aber vor allem eines transportieren – dass Fernsehen immer nur einen Ausschnitt zeigt und hinter jeder Szene ein echter Mensch steckt.









