

"Bares für Rares": Seltene Fischbüchse wird zur Goldgrube
Sabine und ihre Tochter Lara brachten in der aktuellen Ausgabe von Bares für Rares nun einen außergewöhnlichen Silberfisch zu Horst Lichter (64). Das mysteriöse Objekt hatten sie im Nachlass von Sabines verstorbenem Stiefvater entdeckt. Zunächst war das Stück stark oxidiert, doch nach einer Politur kam sein wahres Potenzial zum Vorschein. Was genau sich hinter dem kunstvollen Silberfisch verbarg und welchen Wert er tatsächlich besaß, wollten die beiden nun von den Experten der ZDF-Sendung erfahren. Laut der Bild-Zeitung hoffte Sabine dabei auf einen Erlös von 250 bis 300 Euro für die ungewöhnliche Rarität.
Experte Patrick Lessmann identifizierte das Stück sofort als traditionelle "Besamimbüchse" aus dem jüdischen Glauben. Diese wurde am Ende des Sabbats verwendet, um wohlriechende Gewürze wie Myrte, Zimt oder Orangenschalen aufzubewahren, deren Duft den Übergang in die neue Woche begleiten sollte. Die Verarbeitung beeindruckte den Fachmann laut Bild besonders: Der Fisch verfügt über einen polierten Kopf mit Mondstein-Augen und einen Korpus aus beweglichen Gliedern, die Schuppen darstellen. Anhand der Punzen ordnete Patrick das Stück der dänischen Stadt Tønder und dem Silberschmied Poul Hansen zu, der Ende des 18. bis Anfang des 19. Jahrhunderts tätig war. Eine Gravur mit der Jahreszahl 1824 bestätigt: Der Fisch ist über 200 Jahre alt. Patrick schätzte die Büchse trotz drei fehlender Schuppen auf beachtliche 800 bis 1.000 Euro.
Im Händlerraum entbrannte daraufhin ein reger Bieterwettstreit, obwohl das 826er-Silber keinen außergewöhnlich hohen Materialwert aufwies, wie Bild berichtet. Die Händler erkannten jedoch schnell den kulturellen und kunsthandwerklichen Wert des Objekts. Am Ende setzte sich Julian Schmitz-Avila (39) durch und erwarb die Besamimbüchse für stolze 1.200 Euro. Die Gäste Sabine und Lara zeigten sich überwältigt vom unerwarteten Verkaufserfolg, und der überraschend hohe Erlös floss direkt in die Reisekasse. Aus einem lange übersehenen Erbstück wurde also – wie so oft in der Sendung – in nur wenigen TV-Minuten eine kleine Goldgrube.





