Fall Collien Fernandes: Staatsanwaltschaft ermittelt wieder
Im Fall von Collien Fernandes (44) und Christian Ulmen (50) hat die Staatsanwaltschaft Itzehoe die Ermittlungen wieder aufgenommen. Das bestätigte Sprecher Peter Müller-Rakow jetzt gegenüber Bild. "Die Staatsanwaltschaft Itzehoe hat nach den Medienveröffentlichungen die Ermittlungen wegen Paragraf 202a StGB gegen Unbekannt wieder aufgenommen", erklärte er. Bei diesem Paragrafen geht es um das Ausspähen von Daten. Wer sich unbefugt Zugang zu Daten verschafft, die nicht für ihn bestimmt sind und gegen unberechtigten Zugang besonders gesichert sind, kann mit einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren oder einer Geldstrafe belangt werden.
Nach Informationen von Bild werden darüber hinaus auch weitere mögliche Straftatbestände geprüft. Die Moderatorin hatte ihren Ex-Mann angezeigt und wirft ihm vor, Fake-Profile in ihrem Namen erstellt zu haben. Außerdem geht es um die Verbreitung pornografischer Aufnahmen sowie um Telefonsex über diese Accounts. Collien spricht in diesem Zusammenhang von "virtueller Vergewaltigung" und erhebt zudem Vorwürfe körperlicher und psychischer Gewalt. Für Christian gilt weiterhin die Unschuldsvermutung.
Collien und Christian waren lange Jahre ein Paar und haben ein gemeinsames Kind. Die Schauspielerin hatte zunächst auf Mallorca Anzeige gegen den 50-Jährigen erstattet, wo das Paar gemeinsam gelebt hatte. Dort läuft seit Dezember 2025 ein Vorermittlungsverfahren. Christians Anwalt wies die Vorwürfe zurück und sprach von "unwahren Tatsachen aufgrund einer einseitigen Schilderung". Die Moderatorin hatte ihre schweren Anschuldigungen nach einem Bericht von Der Spiegel öffentlich gemacht und Christian unter anderem Identitätsdiebstahl vorgeworfen.







