Epstein-Krise um Mette-Marit: Staatsbesuch erhöht den Druck
Mitten in der Epstein-Krise empfängt die norwegische Königsfamilie Besuch aus Belgien. König Philippe und Königin Mathilde (53) reisen diese Woche zum Staatsbesuch nach Oslo – und das zu einem Zeitpunkt, an dem die Diskussionen um Kronprinzessin Mette-Marits (52) Freundschaft zu dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein (†66) noch nicht verstummt sind. Erst vor Kurzem hatte die Kronprinzessin in einem Interview mit dem norwegischen Sender NRK zu der Affäre Stellung bezogen, doch ihre Aussagen wurden vielfach als ausweichend und unzureichend kritisiert. Obwohl die Wogen nach wie vor hochschlagen, hält der Palast am geplanten Programm fest. König Harald (89), Königin Sonja (88) und Kronprinz Haakon (52) werden die belgischen Gäste empfangen, während Mette-Marit aufgrund ihrer gesundheitlichen Probleme nicht am offiziellen Programm teilnehmen wird.
Experten halten das Timing des Besuchs für denkbar ungünstig. "König Philippe und Königin Mathilde kommen mitten in der vielleicht schwersten Krise der Geschichte des norwegischen Königshauses an", erklärt der belgische Königshausexperte Wim Dehandschutter gegenüber der Zeitung Dagbladet. Auch Kommentatorin Sigrid Hvidsten sieht den Zeitpunkt kritisch: Die vielen offenen Fragen zu Mette-Marits Beziehung zu Epstein würden wie eine dunkle Wolke über dem Staatsbesuch liegen. Kronprinz Haakon, der die belgischen Royals durch das Programm führen wird, müsse damit rechnen, mit diesen Fragen konfrontiert zu werden. Trotz aller Kritik sei eine Absage des Besuchs jedoch keine Option gewesen, sind sich die Experten einig – das hätte diplomatisch ein völlig falsches Signal gesendet.
Die Verbindungen zwischen den beiden Königshäusern reichen weit zurück. König Haralds Mutter, Kronprinzessin Märtha, und König Philippes Großmutter, Königin Astrid, waren Schwestern aus der schwedischen Königsfamilie. Der belgische Experte Dehandschutter vermutet, dass Philippe und Mathilde großes Mitgefühl für die Situation ihrer norwegischen Verwandten empfinden und die Krise als schmerzhaftes privates Drama betrachten. In Belgien selbst ist das Interesse an den norwegischen Royals durch die Skandale massiv gestiegen – jahrelang hatte die Familie dort kaum Aufmerksamkeit bekommen. Nun stellt sich dort eine Frage immer häufiger: Ist Mette-Marit noch geeignet, eines Tages Königin zu werden? Erst kürzlich hatte bereits die norwegische Dachorganisation für Frauenrechte ihre Zusammenarbeit mit der Kronprinzessin beendet.









