Intimes Konzert: Paul McCartney erinnert sich an die Beatles
Paul McCartney (83) hat am Wochenende zwei besondere Shows im Fonda Theatre in Los Angeles gegeben. Der Musiker trat vor jeweils nur etwa 1.200 Fans auf – ein intimes Setting, das an die frühen Tage der Beatles in den kleinen Clubs von Liverpool erinnerte. "Es ist großartig, bei diesen kleinen Auftritten zu sein", sagte der 83-Jährige dem begeisterten Publikum. Er spielte 23 Songs aus seiner sechs Jahrzehnte umfassenden Karriere, darunter zahlreiche Beatles-Klassiker wie "Help!", "Hey Jude", "Let It Be" und "Blackbird". Auch Hits aus seiner Zeit mit Wings und seiner Solokarriere standen auf der Setlist.
Besonders emotional wurde es, als Paul "Now and Then" spielte – die posthum produzierte und veröffentlichte Ballade seines verstorbenen Bandkollegen John Lennon (†40). "Danke, John, dass du das geschrieben hast", sagte er. Den Song "My Valentine" widmete er seiner Ehefrau Nancy Shevell (66), die im Theater anwesend war. Obwohl die Konzerte zeitlich auf die Veröffentlichung seines neuen Albums "The Boys of Dungeon Lane" abgestimmt waren, gab Paul zu, dass das Publikum keine neuen Songs hören würde. Der Grund: "Wir sind noch dabei, sie zu lernen", erklärte er dem Magazin People zufolge. Während der Show wechselte er zwischen dem Flügel und seinem legendären Höfner-Bass, der unter Fans als "Beatle Bass" bekannt ist.
Paul nutzte die Show auch, um Erinnerungen an die erste Amerika-Reise der Beatles zu teilen. "Wir hatten nicht wirklich viel gesehen, und Amerika schon gar nicht, also war es ziemlich erstaunlich", erzählte er. "Was uns auffiel, war, dass alle Jungs im Publikum auf die Akkorde schauten, die man spielte, und sie studierten... und das mochten wir irgendwie. Und all die Mädchen taten das nicht." Die Bemerkung löste Beatlemania-ähnliche Schreie im Publikum aus. "Ja, die Mädchen haben geschrien. Gebt mir einen Beatles-Schrei!", forderte er die Fans auf. Unter den prominenten Gästen auf der Loge waren Dustin Hoffman (88) und Dokumentarfilmer Morgan Neville, der kürzlich die McCartney-Doku "Man on the Run" veröffentlicht hat.









