Absturz: Anna-Maria Zimmermann fehlt Piloten-Entschuldigung
Anna-Maria Zimmermann (37) sollte am 24. Oktober 2010 in einer Diskothek bei Altenbeken den Ballermann-Award erhalten und war mit einem Helikopter auf dem Weg dorthin. Gemeinsam mit ihrem Manager und einem Assistenten saß die damals aufstrebende Schlagersängerin in der Maschine, als diese bei der Landung in unmittelbarer Nähe des Veranstaltungsorts aus etwa zehn Metern Höhe abstürzte. Anna-Maria erlitt dabei lebensgefährliche innere Verletzungen und zahlreiche Knochenbrüche. Nach mehreren Operationen überlebte sie zwar, doch ihr linker Arm ist seit dem Unfall gelähmt. Was die Sängerin bis heute nicht verwinden kann, ist das Verhalten des verantwortlichen Piloten nach dem Unglück. In einem RTL-Interview spricht sie jetzt offen über ihre Enttäuschung.
Der Pilot wurde 2011 vom Landgericht Paderborn wegen gefährlicher Körperverletzung zu zehn Monaten Haft auf Bewährung sowie einer Geldstrafe von 8.000 Euro verurteilt, wie damals der Spiegel berichtete. Doch eine persönliche Entschuldigung unter vier Augen blieb aus. "Das Einzige, was ich diesem Menschen immer noch übel nehme, ist, dass er danach nicht da war. Es gab einen Steiff-Teddybären mit einem 'Entschuldigung'. Es gab nie wieder Kontakt", erzählt Anna-Maria im RTL-Interview. An den Absturz selbst hat sie keine Erinnerung, doch die Momente vor der entscheidenden Operation sind ihr in Erinnerung geblieben. In einer Art "Sterbebettsituation" sagte sie damals zum Klinikpersonal: "Macht morgen diese blöde OP und entweder werde ich morgen Mittag wach oder ich werde nicht mehr wach."
Der Weg zurück ins Leben war für die ehemalige DSDS-Kandidatin gepflastert von Momenten purer Verzweiflung. Alltägliche Handgriffe wurden zur Hürde. "Ich werde nie vergessen, wie ich irgendwann so durchgedreht bin zu Hause, ich habe geheult und geschrien, ich habe hundertmal versucht, mir meinen blöden BH zuzumachen", erinnert sich die Sängerin an ihre Frustration über die körperliche Einschränkung. Kraft gibt ihr vor allem die Perspektive ihrer Mutter, die sie daran erinnert, was hätte passieren können. "Jetzt im Nachhinein sage ich: Da ist diese Mama, die ihre Tochter fast verloren hat, die jetzt gesagt hat: 'Es ist nur der Arm. Du kannst sprechen, du lebst, du bist da, du bist bei Verstand'", so Anna-Maria.









