Rechtsstreit: Til Schweiger erhält fast eine halbe Million
Til Schweiger (62) kann nach einem langjährigen Rechtsstreit endlich aufatmen. Das Landgericht München hat jetzt entschieden, dass die Hausratsversicherung des Schauspielers rund 480.000 Euro zahlen muss. Der Streit geht auf einen schweren Wasserschaden in seiner Berliner Wohnung aus dem Sommer 2014 zurück. Damals platzte in dem Mehrfamilienhaus ein Leitungsrohr und etwa 10.000 Liter Wasser überschwemmten die rund 200 Quadratmeter große Wohnung des 62-Jährigen. Als wäre das nicht schon genug gewesen, kam es bei der Wiederinbetriebnahme der Heizung zusätzlich zu einem Brand. Gegenüber Bild zeigte sich Til erleichtert: "Endlich! Hat auch lang genug gedauert!"
Nach dem Vorfall fühlte sich der Schauspieler von seiner Versicherung im Stich gelassen. Diese habe ihm lediglich eine "lächerlich kleine Summe" angeboten, heißt es. In den folgenden Jahren wurde der Fall von mehreren Gutachtern untersucht. Erst 2019, nachdem Ursachen und Schäden endgültig geklärt waren, zog Til vor Gericht. Ursprünglich forderte er etwa 640.000 Euro für die umfassende Sanierung seiner Wohnung. Betroffen waren unter anderem Fußboden, Heizung, Sanitäranlagen, Küche sowie Wände und Einbauten. Das Gericht erkannte jedoch nicht alle geltend gemachten Posten an und sprach ihm am Ende 385.929,57 Euro zu. Durch die aufgelaufenen Zinsen erhöht sich die Summe auf etwa 480.000 Euro. Das Urteil ist allerdings noch nicht rechtskräftig.
Til ist nicht nur als Schauspieler bekannt, sondern auch als Produzent und Regisseur tätig. Der gebürtige Freiburger ist Vater von vier Kindern und wurde kürzlich zum zweiten Mal Opa. Privat hatte er in der Vergangenheit immer wieder mit verschiedenen Herausforderungen zu kämpfen, doch die jahrelange Auseinandersetzung mit der Versicherung dürfte nun hoffentlich ein Ende gefunden haben. Mit der Gerichtsentscheidung nach zwölf Jahren erhält er endlich die finanzielle Entschädigung für den massiven Schaden an seiner Berliner Wohnung.






