

Magerwahn: Stefanie Giesinger kritisiert die Modelbranche
Stefanie Giesinger (29) hat in ihrem Podcast "G Spot" offen über die drastischen Zustände in der Modelbranche gesprochen und schockierende Erlebnisse aus Italien geschildert. Das Model, das 2014 als Gewinnerin von Germany's Next Topmodel bekannt wurde, war eigentlich für drei Shows während der Mailand Fashion Week gebucht. Doch backstage erlebte sie einen Schock: Sie wurde kurzfristig aus einer Show ausgeladen, obwohl ihr der Designer zuvor noch Komplimente gemacht hatte. Der vermutete Grund für die plötzliche Absage: Stefanie war offenbar nicht dünn genug für das aktuelle Laufstegideal. Die Influencerin beschreibt ihre Gefühle: "Meine Welt ist zusammengebrochen. Und was auch immer die Gründe dafür sind, all meine Unsicherheiten wurden hochgeholt: Ich bin jetzt zu alt, ich bin jetzt zu fett, ich kann kein Model sein."
Die Medienpersönlichkeit, der auf Instagram rund fünf Millionen Menschen folgen, fand sich hinter den Kulissen von Models umgeben, die deutlich schlanker waren als sie selbst. In ihrem Podcast beschreibt sie ihr Erschrecken darüber drastisch: "Ich hatte genau so einen Körper, als ich sieben bis zehn war." Zurück im Hotelzimmer brach sie in Tränen aus und sah sich das Model an, das ihren Job bekommen hatte. Ihre Vermutung bestätigte sich: jünger, dünner. Stefanie betont, dass sie einen gesunden Körper habe und sich überwiegend gesund ernähre. Wenn das bedeute, dass sie nicht mehr in die XS passe, sei das für sie völlig in Ordnung. Sie müsse sich nicht einem neuen, schlanken Körperideal fügen, das sie bei der Fashion Week wahrgenommen habe.
Besonders alarmierend findet Stefanie die gesundheitlichen Folgen des extremen Schlankheitswahns. Sie schätzt: "Ich kann euch sagen, 80 bis 90 Prozent werden leider nicht mehr ihre Periode haben, es ist kein gesundes Schönheitsideal." Das Ausbleiben der Menstruation ist ein Warnsignal des Körpers, der in den Notmodus schaltet, wenn nicht genug Energie vorhanden ist. Auch früher musste sich das Model bereits anpassen: In Paris wurden ihre angeblich zu breiten Hüften mit einer Jacke versteckt. Stefanie kritisiert zudem, dass Vielfalt auf den Laufstegen immer mehr verschwinde und Plus-Size-Models kaum noch zu sehen seien. Sie hat das Gefühl, dass sie bereits in diese Kategorie eingeordnet wird.









