Tiefstwert-Schock für DSDS: Einstiger Quotenkönig stürzt ab
Die traditionsreiche RTL-Castingshow Deutschland sucht den Superstar hat am Samstag mit dem Start der 22. Staffel einen historischen Negativrekord aufgestellt. Trotz neuer Jury – bestehend aus Dieter Bohlen (72), Isabel Glück (35) und Bushido (47) – und einem veränderten Casting-Konzept, bei dem jede Folge nun einen kompletten Casting-Tag von Anfang bis Ende zeigt, schalteten nur 0,36 Millionen Zuschauer aus der werberelevanten Zielgruppe ein. Das entspricht einem Marktanteil von 11,9 Prozent – der niedrigste Startwert in der gesamten Geschichte des Formats. Auch auf dem Gesamtmarkt konnte die Show laut Quotenmeter mit 1,58 Millionen Zuschauern und 8,5 Prozent Marktanteil nicht überzeugen. Die Sendung wird ab sofort immer samstags und dienstags um 20:15 Uhr ausgestrahlt.
Der Abwärtstrend der Castingshow setzt sich damit weiter fort. Bereits im vergangenen Jahr hatte DSDS mit 0,57 Millionen Zuschauern und 12,4 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe den bis dahin schwächsten Auftakt verzeichnet. Nun rutschten die Zahlen nochmals deutlich nach unten. Besonders dramatisch zeigt sich die Entwicklung im Vergleich zu früheren Jahren: 2015 hatte die Show zum Staffelstart noch über drei Millionen Zuschauer aus der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen erreicht. Auch das im Anschluss gezeigte Re-Run von "Take Me Out – Boys Boys Boys" konnte nichts mehr retten und erreichte nur schwache 0,18 Millionen Zuschauer mit 7,8 Prozent Marktanteil.
"Deutschland sucht den Superstar" zählt zu den langlebigsten Formaten im deutschen Fernsehen und wird von der UFA produziert. Die Show, bei der Dieter als Jurychef fungiert, prägte über Jahre hinweg das deutsche Fernsehen und machte zahlreiche Kandidaten zu Stars. In ihrer Hochphase galt die Castingshow als Quotengarant für RTL und lockte regelmäßig Millionen von Zuschauern vor die Bildschirme. Die aktuellen Zahlen zeigen jedoch, dass die Show trotz aller Bemühungen um Erneuerung zunehmend an Relevanz verliert und nicht mehr an frühere Erfolge anknüpfen kann – womöglich auch ein Grund für die stark verkürzte Folgenanzahl.









