Caitlyn Jenner verteidigt Kanye: Ein Mann mit gutem Herzen
Bei Caitlyn Jenner (76) überwiegt offenbar die persönliche Zuneigung gegenüber öffentlicher Empörung: Im Podcast "Tomi Lahren Is Fearless" stellte sie sich ungeachtet aller Kontroversen schützend vor Kanye West (48). Die beiden verbindet eine jahrelange Beziehung durch Caitlyns Ex-Frau Kris Jenner (70), deren Tochter Kim Kardashian (45) von 2014 bis 2022 mit dem Rapper verheiratet war. Trotz der antisemitischen Äußerungen, mit denen Kanye in den vergangenen Jahren für weltweite Entrüstung gesorgt hatte, beschrieb Caitlyn ihn als Menschen mit aufrichtigem Charakter. "Er hatte ein sehr großes Herz. Und das hat man gemerkt", sagte sie über ihre gemeinsame Zeit. Dabei betonte sie ausdrücklich, dass sie über das Innenleben der Ehe zwischen Kim und Kanye keine Aussagen treffen könne und wolle – das sei ein eigenes Thema.
Neben ihrer persönlichen Einschätzung äußerte Caitlyn auch ihre Überzeugung, dass Kanye zu den kreativsten Köpfen gehöre, die ihr je begegnet seien. Sie freue sich demnach, ihn auf der Bühne zu sehen. Der Rapper füllte zuletzt Anfang April zwei Konzerte in Los Angeles und erzielte damit Einnahmen von rund 33 Millionen US-Dollar (29 Millionen Euro). Gleichzeitig räumte Caitlyn ein, dass seine Aussagen der vergangenen Jahre schwer nachzuvollziehen gewesen seien. Sie beschrieb es als seltsame Wendung, als Kanye plötzlich Dinge sagte, die sie als schrecklich empfand. Dennoch sprach sie ihm ihren grundlegenden Glauben an seine Menschlichkeit nicht ab: "Im Innersten ist er ein guter Mensch (...). Ich sehe ihn gerne erfolgreich." Caitlyn machte deutlich, dass sie Fehler für menschlich hält – und dass sie persönlich eine Vorliebe für Geschichten hat, in denen jemand nach einem Tief wieder auf die Beine kommt.
Kanye selbst hatte sich zuletzt um eine öffentliche Wiedergutmachung bemüht. In einer ganzseitigen Anzeige im Wall Street Journal, die im Januar 2026 erschien, entschuldigte er sich für sein Verhalten der vergangenen Jahre und führte dieses auf eine lang unentdeckte Hirnverletzung sowie eine manische Episode zurück. Diese habe ihn den Bezug zur Realität verlieren lassen. "Ich bereue meine Handlungen in diesem Zustand zutiefst und schäme mich dafür. Sie entschuldigen jedoch nicht, was ich getan habe. Ich bin kein Nazi und kein Antisemit. Ich liebe jüdische Menschen", schrieb er. Trotzdem bleibt sein Comeback nicht unumstritten: Die britische Regierung verweigerte ihm die Einreise, woraufhin seine geplanten Auftritte beim Wireless Festival in Großbritannien abgesagt wurden.










