Brad Pitt beschuldigt Angelina Jolie der Prozessverzögerung
Im Rosenkrieg zwischen Brad Pitt (62) und Angelina Jolie (50) um das französische Weingut Château Miraval ist ein neuer Streit entbrannt. Der Schauspieler wirft seiner Ex-Frau vor, den Prozess absichtlich in die Länge zu ziehen. Angelinas Anwälte haben einen Antrag gestellt, in dem sie darum bitten, den Verhandlungsbeginn um neun Monate auf Ende 2027 zu verschieben. Brads Rechtsanwälte reagierten empört und warnten laut Gerichtsdokumenten, die dem Onlineportal Fox News Digital vorliegen, dass dadurch "wichtige Beweise verschwinden" könnten. Der Streitwert in dem Verfahren beläuft sich laut Akten auf rund 164 Millionen Dollar, was umgerechnet etwa 140 Millionen Euro entspricht.
Konkret verweist Brads Team auf zwei wichtige Zeugen, die für eine Aussage möglicherweise nicht mehr zur Verfügung stehen. So heißt es in einem gemeinsamen Statusbericht: "Eine zentrale Zeugin, Angelinas frühere Geschäftsmanagerin Terry Bird, ist leider verstorben. Ein weiterer potenzieller Hauptzeuge, Angelinas Transaktionsanwalt Laurent Schummer, ist aller Voraussicht nach zu schwer krank, um auszusagen." Jolies Team hingegen bestreitet, dass der Prozess überhaupt reif für eine Verhandlung ist, und verweist auf laufende internationale Beweiserhebungen, ungeklärte Rechtsfragen und unvollständige Beweissammlungen. Quellen zufolge arbeiten beide Seiten aktuell an einem gemeinsam akzeptierten Verhandlungstermin.
Rechtsexperten, die vom Onlineportal befragt wurden, sind uneins: Der Anwalt Jordan Matthews von Holtz Matthews erklärte, Angelina versuche "mit ziemlicher Sicherheit, den Prozess wegen einer drohenden Niederlage zu verzögern". Unterhaltungsanwalt Tre Lovell vom The Lovell Firm sieht die Verzögerungstaktik jedoch nicht zwingend als Schwäche und erklärt: "Wenn der Prozess auf November 2027 verschoben wird und Pitts Möglichkeit, das Weingut zu genießen, beeinträchtigt wird, könnte er eher geneigt sein, einen Deal zu machen, anstatt noch anderthalb Jahre zu warten."
Den Ursprung des Streits bildet Angelinas Entscheidung aus dem Jahr 2021, ihren Anteil an Château Miraval über ihre Firma Nouvel an Tenute Del Mondo, eine Tochtergesellschaft der Stoli Group, zu verkaufen, ohne Brads Zustimmung eingeholt zu haben. Brad klagte daraufhin 2022 und macht seitdem geltend, der Verkauf habe einen zwischen beiden geschlossenen Vertrag verletzt. Das Paar hatte das Weingut 2008 gemeinsam erworben und verbrachte dort während ihrer Beziehung Zeit miteinander. Angelina hatte 2016 die Scheidung eingereicht. Seitdem liefern sich die ehemaligen Partner nicht nur einen juristischen Kampf um Miraval: Brad hatte zuletzt unter anderem beantragt, den russischen Geschäftsmann Yuri Shefler, der die Stoli Group leitet, in einem Fernverhör zu befragen, da dieser eine zentrale Rolle beim umstrittenen Verkauf gespielt haben soll.








