Mario Adorfs Millionen-Erbe sichert Zukunft seiner Ehefrau

Mario Adorfs Millionen-Erbe sichert Zukunft seiner Ehefrau

- Janine Karrasch
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Mit dem Tod von Mario Adorf (†95) verlor die deutschsprachige Filmwelt eine ihrer prägendsten Figuren. Der gebürtige Schweizer verbrachte seine letzten Jahre zwischen Paris und Saint-Tropez und pflegte dabei einen Lebensstil, der seinem Status als Schauspielerlegende entsprach. Doch sein Ableben wirft auch eine ganz praktische Frage auf: Wie gut ist seine Witwe Monique Faye nun versorgt? Die Antwort dürfte beruhigend sein. Berichten von OE24 zufolge hinterlässt Mario ein Vermögen, das auf 25 bis 31 Millionen Euro geschätzt wird – erarbeitet über Jahrzehnte in mehr als 200 Film- und Fernsehproduktionen. Der Schauspieler selbst hatte in einem Interview mit dem Spiegel erklärt: "Ich habe gut verdient, aber nie zu viel verlangt." Damit hinterlässt er nicht nur ein beeindruckendes künstlerisches Erbe, sondern auch eine solide finanzielle Grundlage für seine Hinterbliebenen – neben Monique auch seine Tochter Stella Maria.

Monique trat durch eine prominente Vermittlerin in Marios Leben: Brigitte Bardot (†91). Die beiden Frauen waren eng befreundet, und bei einem Aufeinandertreffen in den späten 1960er-Jahren – zunächst in Spanien, später in Saint-Tropez – lernte Mario die Französin kennen. Aus dem ersten Funken wurde jedoch keine geradlinige Liebesgeschichte. Erst nach Jahren voller Auf und Ab trafen die beiden eine endgültige Entscheidung füreinander. Mario selbst beschrieb diesen Weg in der BILD rückblickend so: "Siebzehn Jahre war es ein Hin und Her mit uns. Ein langes Ausprobieren. Dann heirateten wir und waren nie mehr getrennt." Monique war es schließlich, die ihn in ihrer gemeinsamen Pariser Wohnung fand. Über vier Jahrzehnte hatten die beiden Seite an Seite gelebt, und auch als seine Gesundheit in den letzten Jahren nachließ, blieb sie stets an seiner Seite.

Von frühen Klassikern wie "Nachts wenn der Teufel kam" (1957) über Karl-May-Abenteuer in "Winnetou I" (1963) bis hin zu Meisterwerken wie "Die Blechtrommel" (1979) und der TV-Produktion "Kir Royal" (1986) – Marios Filmografie liest sich wie ein Querschnitt durch die bedeutendsten Jahrzehnte des europäischen Films. Kurz vor seinem letzten Geburtstag sprach Mario in einem Interview offen über das Älterwerden und den Umgang mit der Endlichkeit und betonte, mit seinem Leben im Reinen zu sein. Den Tod beschrieb er als "Reise in die dunkle Nacht". Der Künstler hatte sich zuletzt weitgehend aus der Öffentlichkeit zurückgezogen.

Mario Adorf und seine Frau Monique Faye
Getty Images
Mario Adorf und seine Frau Monique Faye
Mario Adorf und seine Frau Monique Adorf im Oktober 2019
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Mario Adorf und seine Frau Monique Adorf im Oktober 2019
Mario Adorf während der Bambi-Verleihung 2016
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Mario Adorf während der Bambi-Verleihung 2016