Sarah Engels' Selbstzweifel: "Ich war total verunsichert"
Stärke nach außen, Zweifel nach innen – Sarah Engels (33) hat jetzt offen über eine Seite von sich gesprochen, die viele ihrer Fans wohl überraschen dürfte. Im Podcast "deep und deutlich" gewährt die Sängerin tiefe Einblicke in ihre Vergangenheit und spricht über Selbstzweifel, Überforderung und einen langen Weg zu sich selbst. Schon als Kind habe sie sich nie wirklich wohlgefühlt – weder in ihrer Haut noch in ihrem Körper. "Ich habe mich damals intensiv mit meinem Körper auseinandergesetzt. Ich war in dem Alter ein bisschen moppelig. Ich habe mich nie wirklich wohl in meinem Körper gefühlt", blickt sie zurück. Auch zu Hause sei der Druck groß gewesen: "Es hieß: 'Iss nicht so viel, du wirst immer dicker' oder 'Zeig doch mal deine Brust, wie die wächst. Ist da denn schon etwas?' Das ist für ein junges Mädchen total unangenehm."
Mit 18 Jahren wurde Sarah dann durch ihre Teilnahme bei Deutschland sucht den Superstar schlagartig berühmt – doch auch dort habe sie sich hinter einer Fassade versteckt. "Ich war total verunsichert, habe mich immer mit anderen verglichen und gedacht: Die anderen sehen immer so toll aus und ich habe ein paar Kilo mehr", erzählt sie. Noch schwieriger wurde es, als sie jung Mutter wurde und sich plötzlich als Alleinerziehende durchschlug. "Es war 2018, als ich auch alleinerziehend war. Da habe ich mich mit ganz vielen Themen auseinandergesetzt", so Sarah. Den wohl dunkelsten Moment beschreibt sie so: "Ich habe mich innerlich gefühlt wie die 10-jährige Sarah, die eigentlich ihrer Mama in den Arm fallen will. Währenddessen stand ich in meiner Küche, mein Sohn hat geschrien, der Wäscheberg stand da und ich wusste einfach nicht mehr, wo vorne und wo hinten ist." Erst nach einem tiefen Fall habe sie sich entschieden, sich ihren Themen zu stellen: "Ich musste ganz tief fallen, sehr viel Schmerz empfinden und wirklich an einem Punkt sein, wo ich mir dann gesagt habe: Ich möchte das verstehen."
Diese Erfahrungen prägen heute auch ihren Umgang mit ihrer Tochter Solea. Sarah legt großen Wert darauf, dass die Kleine ein starkes Selbstbewusstsein entwickelt – ganz anders, als sie es selbst erlebt hat. "Wir müssen uns immer wieder vor Augen führen, dass wir besonders sind. Das versuche ich jetzt schon meiner Tochter in ihren jungen Jahren zu sagen", erklärt sie im Podcast. Mit der Kleinen sei ihr das offenbar auch gelungen: "Die hat so viel Selbstbewusstsein. Und da bin ich so glücklich und stolz drauf. Sie hat jetzt schon ihren eigenen Kopf und weiß, was sie will." Einen festen Halt habe Sarah übrigens stets in ihrer Mutter gefunden: "Meine Mama war mein sicherer Hafen. Mein Pol, ich konnte immer über alles reden. Meine beste Freundin. Das ist sie bis heute noch."








