Feministin oder nicht? Sarah Engels spricht jetzt Klartext

Feministin oder nicht? Sarah Engels spricht jetzt Klartext

- Florentine Naumann
Lesezeit: 2 min

Jetzt spricht Sarah Engels (33) Klartext: Nach dem Wirbel rund um ihre Aussagen zum Feminismus meldet sich die Sängerin erneut – und zwar direkt auf Instagram. In ihrer Story reagierte Sarah auf eine erneute Nachfrage und machte deutlich, wie sie sich selbst verortet. "Ich kann auch Feministin sein, ohne mich mit diesem Label definieren zu müssen, um zu wissen, wofür ich stehe", schrieb die DSDS-Bekanntheit. Wichtiger sei ihr, was sie im Alltag vorlebt. Die 33-Jährige stellte klar, dass es ihr um Gleichberechtigung und um das Stärken von Frauen geht – und dass es dafür keine Etiketten braucht. Sarah legte in der Story ausführlich nach und zählte auf, was sie unter gelebter Gleichberechtigung versteht: "starke Frauen, Empowerment, Gleichberechtigung, laut sein dürfen, seinen eigenen Weg gehen, unabhängig sein und anderen Frauen Mut machen."

Zugleich kritisierte sie verbreitete Klischees: Der Begriff Feminismus sei für viele Menschen sehr unterschiedlich besetzt und werde "oft sehr einseitig dargestellt – oft als aggressiv und männerfeindlich". Für sie zähle nicht, "wie laut jemand andere Frauen online belehrt", sondern was man wirklich bewege: "Aber für mich zeigt sich Feminismus nicht darin, wie laut jemand andere Frauen online belehrt, sondern darin, wie man lebt, was man vorlebt und was man wirklich für andere Frauen bewegt." Den Anstoß für die neuerliche Klarstellung hatte die Debatte vor ihrem ESC-Auftritt gegeben. In einem Podcast hatte die Musikerin zuvor sinngemäß gesagt, sie würde sich nicht als Feministin bezeichnen, weil sie Männer möge und einen tollen Mann an ihrer Seite habe – der kurze Ausschnitt kursierte im Netz und rief viele kritische Reaktionen hervor.

Der Wirbel hatte nämlich schon kurz vor Sarahs großem ESC-Auftritt Fahrt aufgenommen. Im Podcast "Merci, Chérie" wurde sie gefragt, wie "feministisch" sie sich selbst einordnen würde. Darauf antwortete sie: "Feministisch würde ich nicht sagen. Weil ich einen ganz, ganz tollen Mann habe und ich mag auch Männer." Der Clip landete in den sozialen Medien und löste prompt eine hitzige Debatte aus. Dabei machte Sarah im gleichen Gespräch klar, dass ihr Gleichberechtigung wichtig ist. "Davon handeln auch viele Songs auf meinem Album: Dass man sich als Frau immer wieder beweisen muss und ständig das Gefühl hat, irgendwelche Erwartungen erfüllen zu müssen", sagte sie.

Sarah Engels bei der Charity Gala zugunsten der Aidshilfe Köln im Musical Dome
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Sarah Engels bei der Charity Gala zugunsten der Aidshilfe Köln im Musical Dome
Sarah Engels beim ESC 2026
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Sarah Engels beim ESC 2026
Sarah Engels, erstes ESC-Halbfinale 2026 in Wien für Deutschland
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Sarah Engels, erstes ESC-Halbfinale 2026 in Wien für Deutschland
Wie findet ihr Sarahs Ansatz: Feminismus leben statt labeln?