Denzel Washington: So bekam er mehr Budget für Regiefilme
Denzel Washington (71) ist nicht nur als Schauspieler bekannt, sondern hat sich auch mehrfach auf dem Regiestuhl bewiesen. Dass er in seinen eigenen Regieprojekten meist auch selber mitspielt, hat dabei nichts mit Eitelkeit zu tun, sondern ist ein nüchternes Kalkül – und zwar das der Filmstudios. Gegenüber dem Far Out Magazine machte der zweifache Oscarpreisträger unmissverständlich deutlich, warum er bei Filmen wie "Antwone Fisher", "The Great Debaters" oder "Fences" nicht nur hinter, sondern auch vor der Kamera zu sehen war: "Das ist reines Geschäft. Ich wollte in keinem der Filme mitspielen. Es ging nur ums Geld."
Wie genau die Studios dabei vorgehen, beschrieb Denzel ebenfalls: "Sie drängen einen quasi in die Ecke. Sie geben dir ein Budget, von dem sie wissen, dass du den Film dafür nicht machen kannst, und nach zwei oder drei Jahren Arbeit sage ich dann: 'Okay. Ich übernehme eine kleine Rolle.'" Damit sei es aber noch nicht getan – anschließend bekomme er zwar mehr Geld zur Verfügung gestellt, doch auch das reiche meist nicht aus. Am Ende spiele er dann doch die Hauptrolle. Dieser Mechanismus wiederholte sich nach eigener Aussage immer wieder, unter anderem auch bei der Theaterverfilmung "Fences" aus dem Jahr 2017, die immerhin für vier Oscars nominiert wurde und für die Viola Davis (60) als beste Nebendarstellerin ausgezeichnet wurde.
Erst mit "A Journal for Jordan" aus dem Jahr 2021 gelang es Denzel, ein Regieprojekt umzusetzen, in dem er selbst nicht zu sehen ist. Der Schauspieler, der auch in "Gladiator 2" mitwirkte, begann seine Karriere hinter der Kamera mit "Antwone Fisher" im Jahr 2002. Mit zwei Oscars ausgezeichnet – für seine Rollen in "Glory" und "Training Day" – gehört er seit Jahrzehnten zu den bekanntesten und einflussreichsten Schauspielern Hollywoods. Privat ist er seit 1983 mit Pauletta Washington (75) verheiratet, mit der er vier Kinder hat.








