Angst um die Krone: Nahm König Charles an Andrew Rache?
Zwischen König Charles (77) und seinem jüngeren Bruder Prinz Andrew (66) brodelt es seit Jahrzehnten. Nun wirft ein neues Buch des Autors Nigel Cawthorne einen schonungslosen Blick auf das zerrüttete Verhältnis der beiden Royals – und auf die Frage, ob Charles seinen Bruder aus Rache von sämtlichen royalen Ämtern und Privilegien entkleidet hat. Der Konflikt begann bereits 1979 beim Cowes-Regatta-Rennen auf der Isle of Wight, als der damals 19-jährige Andrew mit einem Speedboot absichtlich riesige Wellen erzeugte, um Charles beim Windsurfen vom Brett zu stoßen. Was damals aussah wie jugendliche Rivalität, sollte sich im Laufe der Jahrzehnte zu einem tiefen gegenseitigen Misstrauen entwickeln, das schließlich die gesamte Monarchie erschüttern sollte.
In den 1990er Jahren gipfelte das angespannte Verhältnis in konkreten Putschgerüchten. Laut dem Königsbiografen Tom Bower (†86) redete Charles sich ein, dass Andrew aktiv dabei half, Gerüchte über Camilla Parker Bowles (78) in Umlauf zu bringen – und dass Andrews Noch-Ehefrau Sarah Ferguson (66) gemeinsam mit Prinzessin Diana (†36) plante, Andrew als Regenten einzusetzen, bis Thronfolger William das 18. Lebensjahr erreicht hätte. Charles soll daraufhin laut Daily Mail zu seinem Privatsekretär Mark Bolland gesagt haben: "Andrew wollte ich sein. Ich hätte ihn mit mir arbeiten lassen sollen." Dazu kam Andrews katastrophales "Newsnight"-Interview im Jahr 2019, in dem er seinen Kontakt zu dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein (†66) verteidigte – ein PR-Desaster, das laut Bower den Staatsbesuch von Charles in Neuseeland "völlig überschattete". Charles soll den anschließenden Rückzug Andrews von seinen royalen Pflichten unterstützt haben. In den Folgejahren verlor Andrew nach und nach alles: seinen Titel als Duke of York, seine Mitgliedschaft im Hosenbandorden und schließlich alle verbliebenen royalen Titel und Ehrenämter. Seit November 2025 heißt er schlicht Mr. Mountbatten-Windsor.
Den vorläufigen Tiefpunkt erlebte Andrew ausgerechnet an seinem 66. Geburtstag: Am 19. Februar 2026 wurde er um 8 Uhr morgens wegen des Verdachts auf Amtsmissbrauch festgenommen. Hintergrund war der Vorwurf, er habe während seiner Zeit als britischer Handelsbeauftragter vertrauliche Informationen an Epstein weitergegeben. Noch am selben Tag wurde er nach einer Befragung ohne Anklage wieder freigelassen. Besonders brisant: Selbst Charles soll von der Verhaftung seines eigenen Bruders nicht vorab informiert worden sein. Cawthorne beschreibt in seinem Buch "Downfall" eine Monarchie, die sich nun an einem historischen Wendepunkt befindet – einem, an dem royale Sonderrechte immer weniger als selbstverständlich gelten.









