Emotionale Ausbrüche: Prinz Harry so unglücklich wie nie?

Emotionale Ausbrüche: Prinz Harry so unglücklich wie nie?

- Promiflash Redaktion
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Prinz Harry (41) hat während der kürzlichen Australien-Reise mit Herzogin Meghan (44) so offen über seine inneren Kämpfe gesprochen wie selten zuvor. In Melbourne gab der 41-Jährige auf dem InterEdge Summit zu, sich während Meghans Schwangerschaft mit Sohn Archie einsam und wie ein bloßer Zuschauer gefühlt zu haben. "Ich spürte eine Trennung, weil meine Frau diejenige war, die Leben schuf, und ich war da, um es zu bezeugen", sagte er. Auch nach Archies Geburt sei es nicht einfach gewesen: Jedes Mal, wenn Harry gestresst von der Arbeit nach Hause kam, habe sein Sohn angefangen zu weinen. Hinzu kommt das alte Trauma um den Tod seiner Mutter Prinzessin Diana (†36), über das er ebenfalls sprach. Experten sehen in Harrys Kindheitserfahrungen einen entscheidenden Schlüssel für seine heutigen Gefühlsausbrüche.

Der Kinder- und Bildungspsychologe Dr. Ahmar Ferguson erklärt gegenüber dem Mirror, dass "das Aufwachsen mit Trauer und Phasen wahrgenommener emotionaler Nichtverfügbarkeit eines Elternteils das innere Beziehungsmodell eines Kindes prägen kann". Das mache Menschen im Erwachsenenalter sensibler für Nähe und Distanz. Gleichzeitig sieht Ferguson in Harrys Ausbrüchen auch den Wunsch, alte Muster zu durchbrechen: "Es ist sehr häufig, dass neue Eltern über ihre eigene Kindheit nachdenken und die Elternschaft mit dem Vorsatz beginnen, es anders zu machen." Der frühere Royal-Redakteur Duncan Larcombe, der Harry und seinen Bruder Prinz William (43) als Jugendliche begleitete, fasst es nüchtern zusammen: "Er wirkt unglücklicher als je zuvor."

Besonders schmerzhaft dürfte für Harry der fehlende Kontakt zu seinem Bruder William sein. Larcombe, der William als sehr beschützend gegenüber Harry beschreibt, erklärt, dass William der ideale Ansprechpartner gewesen wäre – gerade in der frühen Elternzeit. "William hatte bereits kleine Kinder, als Archie geboren wurde, und er hat die gleiche Kindheit wie Harry erlebt. Er wäre die perfekte Person gewesen, mit der Harry hätte reden können." Den Wunsch, ein anderer Vater zu sein, als er selbst Vater hatte, hatte Harry im Rahmen der Australien-Reise bereits bei einem Besuch einer Männer-Mental-Health-Organisation in Melbourne betont. Dort sprach er davon, dass Kinder die "Upgrades" ihrer Eltern sein sollten – ohne Urteile oder Schuldzuweisungen.

Prinz Harry steht am Pool of Reflection des Australian War Memorial in Canberra
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Prinz Harry trifft am High Court in London vor dem Prozess gegen Associated Newspapers ein
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Prinz William und Prinz Harry, britisches Königshaus
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Wirkt Harry auf euch tatsächlich unglücklicher denn je – wie der Ex-Royal-Reporter behauptet?