So entstand Taylor Swifts 10-Minuten-Track "All Too Well"
Taylor Swift (36) hat jetzt offen darüber gesprochen, wie mühsam die Entstehung der zehnminütigen Version ihres Songs "All Too Well" war. In einem Gespräch mit New York Times, in dem die Sängerin zu einer der dreißig größten lebenden Songwriterinnen des Landes gekürt wurde, schilderte die 36-Jährige, wie sie nach dem Speak-Now-Tour-Auftritt in einer tiefen emotionalen Krise steckte und dabei einen Wutanfall von mehr als zehn Minuten Länge in Musik verwandelte – roh, ungefiltert und kaum strukturiert. Dass dieser Moment überhaupt festgehalten wurde, verdankt Taylor einem glücklichen Zufall: Ihre Mutter oder jemand aus ihrem Umfeld fragte damals den Tontechniker, ob er die Session mitgeschnitten habe – und er hatte tatsächlich eine CD gebrannt.
Als Taylor dann viele Jahre später die ursprüngliche Aufnahme wiederherstellen wollte, war die CD verschwunden. "Ich blätterte durch Tagebücher und fand kleine Fragmente davon, aber das alte Ding hatte ich nicht mehr", erklärte sie gegenüber dem Magazin New York Times. Sie durchsuchte Safes und Aufzeichnungen, um die Liedtexte wieder zusammenzusetzen. "Das war der aufwendigste Restaurierungsprozess, den ich je bei einem Song durchgemacht habe. Ich glaube nicht, dass ich so etwas jemals wieder erleben werde", so die Sängerin. Das Ergebnis erschien 2021 als Teil von "Red (Taylor's Version)".
In demselben Gespräch mit der New York Times, in dem Taylor auch bereits über die Entstehung von "Love Story" plauderte, wurde deutlich, wie persönlich und emotional viele ihrer bekanntesten Songs sind. "All Too Well (10-Minute Version)" gehört dabei zu den intimsten: Die Sängerin beschrieb, was sie auf der ursprünglichen Aufnahme hörte, als "einen zehnminütigen Katharsis-Ausbruch intensiver Emotion" – mit einigen besonders wütenden Passagen, die sie für die Veröffentlichung noch abmildern musste. Für das dazugehörige Kurzfilm-Projekt, das sie selbst schrieb und inszenierte, gewann sie 2023 einen Grammy für das beste Musikvideo. Sadie Sink (24) und Dylan O'Brien (34) übernahmen darin die Hauptrollen.








