Brisant: Rapper dürfen Papst Leo XIV. im Vatikan treffen
Während der Generalaudienz im Vatikan kam es zu einer Szene, die aus dem üblichen Ablauf herausstach: Die Wiener Rapper rund um Freeman Vienna (bürgerlich Philipp Michalitsch) wurden von Bischof Hermann Glettler in die vorderen Reihen geführt und standen plötzlich direkt vor Papst Leo XIV. (70) Laut Kathpress kniete Freeman vor dem Papst nieder und sprach ein paar Worte mit ihm, bevor er den Segen erhielt. Der Musiker beschrieb diesen Moment später in einem Instagram-Post: "Was für eine Ehre! Ein Höhepunkt auf meinem Glaubensweg." Für Freeman war vor allem die Wirkung des Papstes bemerkenswert: "Leo der XIV. strahlt eine unglaubliche Würde und Frieden aus. Sein Blick war sanft und liebevoll. Danke an alle, die dabei waren!"
Freeman stellte sein Musikprojekt "Rap Rosenkranz" vor. Als Geschenk überreichte die Gruppe dem Papst ein Bild sowie eine Broschüre, die das ungewöhnliche Vorhaben vorstellt. Das Projekt übersetzt das klassische Rosenkranzgebet in eine zeitgemäße Musikform und richtet sich gezielt an ein jüngeres, urbanes Publikum. Die Botschaft dahinter: Konflikte nicht durch Konfrontation, sondern durch Liebe und friedliche Ansätze lösen. Unterstützung bekommt die Gruppe auch von Erzbischof Franz Lackner und dem Wiener Weihbischof Stephan Turnovszky. Frontmann Freeman teilte auch ein Video aus Rom in den sozialen Medien, das den Musiker gemeinsam mit Bischof Glettler rappend auf dem Petersplatz zeigt – der Bischof ist darin sogar beatboxend zu sehen. Er beschrieb Freeman nach der Audienz als "höchst faszinierende Künstler-Persönlichkeit".
Freemans Weg nach Rom begann Jahre zuvor mit einer Szene, die ihn nachhaltig prägte. Bei einem internationalen Rap-Wettbewerb in der Wiener Simm City löste sich 2019 während seines Auftritts sein Rosenkranz und fiel zu Boden. Dieses Ereignis wurde für ihn zum Ausgangspunkt einer neuen künstlerischen Phase, in der er seine Musik stärker an seinem Glauben ausrichtete. In den folgenden Jahren veröffentlichte er mehrere Titel mit religiöser Thematik, darunter "Jesus lebt", "Erzengel Michael" und "Jahwe". Die Idee, das Rosenkranzgebet in ein eigenes Musikformat zu übertragen, entstand später während eines Aufenthalts im portugiesischen Wallfahrtsort Fatima. Dass Papst Leo XIV. für ungewöhnliche Begegnungen offen ist, zeigte sich zuletzt erneut: Auf dem Petersplatz ließ er sich von den Harlem Globetrotters einen Basketballtrick vorführen.








