Simone Biles ist unsicher: Olympia 2028 noch in der Schwebe

Simone Biles ist unsicher: Olympia 2028 noch in der Schwebe

- Mary-Lou Künzel
Lesezeit: 2 min

Simone Biles (29) lässt ihre Fans weiter zappeln: Die Turnqueen ist sich noch immer nicht sicher, ob sie bei den Olympischen Spielen 2028 in Los Angeles an den Start gehen wird. Im Gespräch mit CNN Sports erklärte die Sportlerin am Rande der Laureus World Sports Awards in Madrid, sie sei aktuell "noch bei fünfzig zu fünfzig". Gleichzeitig betonte Simone, dass sie ihre Entscheidung nicht mehr nur von Medaillenchancen oder der körperlichen Form abhängig machen will, sondern vor allem von ihrer psychischen Gesundheit. Klar ist bislang nur: Nach dem kräftezehrenden Auftritt bei den Spielen 2024 in Paris steht für sie jetzt erst einmal Erholung auf dem Plan.

Im Interview schildert Simone, dass sie sich körperlich durchaus noch zu einem weiteren Olympia-Marathon in der Lage sieht. Ihre Trainer könnten sie jederzeit wieder in Form bringen, versichert die Athletin, die bereits dreimal bei Olympischen Spielen angetreten ist: "Physisch bekomme ich das hin, mental ist die große Frage." Die Erinnerungen an Tokio 2021 spielen dabei eine zentrale Rolle: Damals bekam sie die berühmten Twisties, verlor in der Luft die Orientierung und zog sich in mehreren Finals zurück. Heute beschreibt Simone diese schwierige Phase als "entscheidenden Moment", weil dadurch weltweit über mentale Gesundheit im Spitzensport gesprochen wurde und sie selbst in Therapie ging – eine Unterstützung, auf die sie sich bis heute verlässt. Während sie ihre eigene Zukunft offen lässt, peilt Teamkollegin Hezly Rivera die Heimspiele 2028 schon fest an. Ob andere Stars wie Jade Carey (25), Suni Lee oder Jordan Chiles (25) ebenfalls noch einmal auf die olympische Bühne zurückkehren, ist hingegen noch unklar.

Privat richtet Simone ihren Fokus nach Paris nun bewusst auf Ruhe und Alltag. Sie gönnt ihrem Körper eine Pause vom Hochleistungstraining und merkt im Kleinen, wie sehr die letzten Jahre an ihr gezehrt haben. So erzählte die Turnerin schmunzelnd, sie habe bei einem Fotoshooting gemerkt, dass ein spontaner Spagat ohne Aufwärmen plötzlich schmerzen kann. Deshalb will Simone jetzt regelmäßig dehnen, außerdem stehen Pilates und Yoga auf ihrem Programm, um beweglich zu bleiben, ohne sich dem vollen Trainingsdruck auszusetzen. Die Zeit fern der Wettkampfhalle nutzt sie, um sich auf sich selbst zu konzentrieren und ihre mentale Stärke weiter zu festigen.

Simone Biles bei den Laureus World Sports Awards 2026 in Madrid
Getty Images
Simone Biles bei den Laureus World Sports Awards 2026 in Madrid
Simone Biles turnt im Finale am Schwebebalken bei den Olympischen Spielen in Tokio 2020 im Jahr 2021
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Simone Biles turnt im Finale am Schwebebalken bei den Olympischen Spielen in Tokio 2020 im Jahr 2021
Simone Biles zeigt ihre Paris-2024-Olympiamedaillen
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Simone Biles zeigt ihre Paris-2024-Olympiamedaillen
Glaubt ihr, Simone steht 2028 in L.A. nochmal für Team USA auf der Matte?