Schwere Kindheit: Darum vergab Michael Jackson seinem Vater
Michael Jackson (†50) hatte eine schwere Kindheit. Als er gerade einmal fünf Jahre alt war, trat er der Familienband Jackson 5 bei – unter der strengen Führung seines Vaters und Managers Joseph Jackson. Obwohl die Gruppe professionell enorm erfolgreich wurde, sah die Realität hinter verschlossenen Türen anders aus. Im Jahr 2003 behauptete Michael öffentlich, dass sein Vater ihn und seine Brüder emotional und körperlich misshandelt habe und die Söhne ihre Choreografien unter Androhung eines Gürtels einstudieren mussten. Doch trotz dieser schmerzhaften Geschichte soll Michael sich noch zu Lebzeiten mit Joseph versöhnt haben – das berichtet Biograf J. Randy Taraborrelli jetzt im Magazin People.
Taraborrelli, ein langjähriger Freund des Popstars und Autor einer Biografie über ihn, erklärt, was Michael dazu bewogen habe, seinem Vater zu vergeben. Entscheidend sei dabei gewesen, dass Michael selbst Vater wurde. "Die Vergebung war nicht einfach zu erreichen, aber als Michael eigene Kinder hatte, begann er, Joseph wirklich zu verstehen", so Taraborrelli. "Er erkannte, dass es nichts gab, was er nicht für seine Kinder tun würde. Und als er das über sich selbst erkannte, verstand er auch seinen Vater." Michael selbst hatte schon in der Dokumentation "Living with Michael Jackson" aus dem Jahr 2003 erklärt, seinem Vater "total" vergeben zu haben. Gleichzeitig machte er deutlich, dass ihn das Erlebte bis in seine eigene Elternschaft geprägt habe: "Bis heute habe ich meinen Kindern gegenüber keinen Finger erhoben. Ich will nicht, dass sie sich jemals so fühlen."
Das komplizierte Verhältnis zwischen Michael und Joseph Jackson ist nun auch Thema des neuen Biopics "Michael", das aktuell in den Kinos läuft. Der Film begleitet den Sänger von seinen Anfängen in der Arbeiterstadt Gary im US-Bundesstaat Indiana bis hin zu seiner Solokarriere und der "Bad World Tour" Ende der 1980er-Jahre. Michael Jackson starb im Juni 2009 im Alter von 50 Jahren. Joseph verstarb rund neun Jahre später im Jahr 2018.








