Gesicht geklaut? James Cameron wegen "Avatar" verklagt
Schwere Vorwürfe gegen Avatar-Regisseur James Cameron (71): Schauspielerin Q'orianka Kilcher hat jetzt beim US-Bundesgericht in Kalifornien eine Klage gegen James und Disney eingereicht. Laut dem People Magazine soll der Regisseur Q'oriankas Gesichtszüge als Teenager ohne ihre Zustimmung genutzt haben, um frühe Design-Elemente der Figur Neytiri zu entwickeln, die später von Zoe Saldaña (47) gespielt wurde. Brisant: In einem 2024 veröffentlichten Interview hatte James selbst bestätigt, dass ein frühes Konzept der Figur von Q'oriankas Gesicht inspiriert sei.
"Es gibt eine junge Schauspielerin namens Q'orianka Kilcher, die Pocahontas in 'The New World' spielte. Das ist tatsächlich ihre untere Gesichtshälfte", erklärte James in dem Interview auf YouTube. Wie das People Magazine berichtet, erhielt Q'orianka Jahre später sogar einen signierten Druck seiner Figuren-Skizze, versehen mit einer handschriftlichen Notiz: "Deine Schönheit war meine frühe Inspiration für Neytiri. Schade, dass du einen anderen Film gedreht hast." Laut Klageschrift fordert Q'orianka nun Schadensersatz. Sie erklärt: "Es ist zutiefst verstörend zu erfahren, dass mein Gesicht als 14-jähriges Mädchen ohne mein Wissen oder meine Zustimmung genommen und genutzt wurde, um einen kommerziellen Wertgegenstand zu schaffen."
Q'orianka ist heute vor allem durch ihre Rolle in der Westernserie Yellowstone bekannt. Ihren Durchbruch hatte sie bereits 2005 in "The New World" – jenem Film, auf dessen Material sich die Klage nun unter anderem stützt. Auch der Anwalt der Schauspielerin, Arnold P. Peter, kritisierte laut People Magazine James Camerons Vorgehen rund um die beliebte Filmreihe scharf: "Er hat die einzigartigen biometrischen Gesichtszüge eines 14-jährigen indigenen Mädchens genommen, sie durch einen industriellen Produktionsprozess geschickt und damit Milliarden Dollar Gewinn gemacht, ohne sie je um Erlaubnis zu fragen", erklärte er. "Das ist kein Filmhandwerk. Das ist Diebstahl."








