Jerry Seinfelds überraschende Reue über Serienfinale 1998
Jerry Seinfeld (72) blickt 27 Jahre nach dem umstrittenen Finale seiner Kultserie "Seinfeld" unerwartet selbstkritisch zurück. In dem kanadischen Radio-Podcast "Q with Tom Powers" gesteht der Comedian, dass es wohl ein Fehler gewesen sei, seine Figur Jerry zusammen mit Elaine, George und Kramer im Jahr 1998 hinter Gittern enden zu lassen. "Ich denke, der einzige Fehler, wenn es einen gab, war, sie im Gefängnis zu lassen", erklärt Jerry dort. Gemeinsam mit seinen Kollegen Larry David und Jeff Schaffer, mit denen er auch am Spin-off "Curb Your Enthusiasm" arbeitet, kam er nun Jahre später am Set auf die Idee, genau diesen Punkt noch einmal aufzugreifen.
Wie Jerry im Gespräch weiter verrät, entstand der neue Ansatz ganz spontan bei einem späten Dreh von "Curb Your Enthusiasm". "Wir standen da am Set und sagten: 'Ja, das war vielleicht unser einziger Fehler.' Und ich sagte: 'Wir können das jetzt reparieren'", erinnert er sich im Podcast. Im Finale der letzten "Curb"-Staffel spielen er, Larry und Jeff mit der alten "Seinfeld"-Gefängnisidee und führen damit zwei TV-Welten zusammen. Jeff beschreibt im Interview mit Entertainment Weekly, wie sich das für das Team angefühlt hat: "Es war einfach unglaublich, das alles endlich zum Kreis zu schließen und es dann ein letztes Mal im Staffelfinale zu machen." Für ihn sei es "ein Witz, der 26 Jahre in der Mache war", der durch den Hype um das "Curb"-Finale zusätzlich an Fahrt aufgenommen habe.
Larry David, der einst das finale "Seinfeld"-Skript schrieb und auch "Curb Your Enthusiasm" erschaffen hat, geht mit der Kritik am ursprünglichen Ende gewohnt direkt um. Bei einem Auftritt beim PaleyFest witzelte der Autor und Schauspieler laut Entertainment Weekly ins Publikum: "F*ck you! Ihr mochtet das erste nicht? F*ck you!" Die ungewöhnlich enge Verbindung zwischen den beiden Serien ergibt sich auch daraus, dass Jerry, Larry und Jeff sich sowohl bei "Seinfeld" als auch bei "Curb" immer wieder selbst spielen und ihre langjährige Freundschaft in Storylines einfließt. Über die Jahre sind sie damit für viele Fans nicht nur als Serienmacher, sondern auch als eingeschworenes Trio in der Comedywelt sichtbar geworden, das nun, Jahrzehnte nach dem Finale von "Seinfeld", gemeinsam an seiner eigenen TV-Vergangenheit rührt.








