Marilyn Monroe empfand ihren Sexsymbolstatus als "Bürde"

Marilyn Monroe empfand ihren Sexsymbolstatus als "Bürde"

- Anja-Stine Andresen
Lesezeit: 2 min

Kurz vor ihrem himmlischen 100. Geburtstag am 1. Juni rückt Marilyn Monroe (†36) erneut in den Fokus der Öffentlichkeit – mit ganz persönlichen Worten, die sie selbst nur wenige Monate vor ihrem Tod gesprochen hat. Das neu erschienene Buch "Marilyn: The Lost Photographs, The Last Interview", das am 12. Mai in die Läden kam, enthält eines ihrer letzten Interviews überhaupt und gibt tiefe Einblicke in ihr Innenleben. Darin äußert sich die Schauspielerin offen über Ruhm, Einsamkeit und ihr Image – und gesteht, dass ihr Status als Sexsymbol für sie keineswegs nur schmeichelhaft war. "Es gibt eine besondere Bürde, die ich genauso gut hier und jetzt benennen kann: Ich habe nichts dagegen, damit belastet zu werden, glamourös und sexuell zu sein", behauptete Marilyn und ergänzte: "Aber was damit einhergeht, kann eine Last sein."

Im Interview sprach die "Manche mögen's heiß"-Darstellerin auch über ihr kompliziertes Verhältnis zum Begriff "Sexsymbol" – und brachte auch einen humorvollen Moment ein: Sie habe den Ausdruck anfangs verwechselt und an Becken gedacht, die man zusammenschlägt. "Das ist das Problem – ein Sexsymbol wird zu einem Ding. Ich hasse es einfach, ein Ding zu sein", räumte sie ein. Trotzdem zog sie es vor, mit Sexualität assoziiert zu werden, als jemanden völlig kaltzulassen: "Wenn ich schon ein Symbol für etwas sein muss, dann lieber für Sex als für manche andere Dinge, für die sie Symbole haben." Außerdem betonte sie, dass Glamour und Sexualität für sie nur dann echte Wirkung entfalteten, wenn sie authentisch seien – nicht inszeniert oder erzwungen. "Ich glaube, Sexualität ist nur dann attraktiv, wenn sie natürlich und spontan ist", erzählte Marilyn.

Das Buch vereint erstmals unveröffentlichtes Material aus den letzten Lebensmonaten von Marilyn. Es umfasst unter anderem 432 Fotografien des Fotografen Allan Grant sowie rund vier Stunden Gesprächsaufnahmen mit dem Journalisten Richard Meryman. Die Aufnahmen entstanden in ihrem damals neuen Zuhause auf dem Fifth Helena Drive in Brentwood, Los Angeles, und sind die letzten formellen Aufnahmen, die von Marilyn existieren. Zur Veröffentlichung freigegeben wurden die Materialien nun von Richards Tochter Meredith Meryman sowie den Nachlassverwaltern Chris Flannery und Jason Greene.

Marilyn Monroe in einer Szene von "Das verflixte siebte Jahr!"
Marilyn Monroe in einer Szene von "Das verflixte siebte Jahr!"
Marilyn Monroe 1954 in Palm Springs, Kalifornien
Getty Images
Marilyn Monroe 1954 in Palm Springs, Kalifornien
Schauspielerin Marilyn Monroe
Getty Images
Schauspielerin Marilyn Monroe
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