Als Mugshot-Hottie wurde er bekannt: Was macht Jeremy Meeks?

Als Mugshot-Hottie wurde er bekannt: Was macht Jeremy Meeks?

- Sandrine Palme
Lesezeit: 2 min

Er ist der Mann, dessen Fahndungsfoto ihn berühmt machte: Jeremy Meeks (42), der sogenannte Mugshot-Hottie, wurde 2014 nach seiner Verhaftung wegen illegalen Waffenbesitzes in Stockton, Kalifornien, über Nacht zur Internetsensation. Die Polizei bezeichnete ihn damals als einen der "gewalttätigsten Kriminellen" der Stadt – doch das hielt Millionen Fans nicht davon ab, ihn für seinen Anblick zu feiern. Heute ist der 42-Jährige hauptberuflich Model, lief auf den Laufstegen in New York und Mailand und stand dabei Seite an Seite mit Stars wie Gigi Hadid (31) vor der Kamera. Im Podcast "Inside True Crime" blickte Jeremy jetzt auf die turbulente Zeit zurück, als sein Fahndungsfoto die Welt auf den Kopf stellte.

Noch während seiner Haftstrafe, die er in einem Bundesgefängnis in Kalifornien absaß, brach der Hype vollständig über ihn herein. "Ich bekam wahrscheinlich 300 Briefe am Tag. Und das war einfach zu viel. Ich bekomme Nacktfotos, ich bekomme Zahlungsanweisungen, Filmangebote", erzählte Jeremy im Podcast. Besonders frustrierend war für ihn jedoch, dass wildfremde Menschen ihn im Gefängnis besuchten und ihm so die Besuche seiner eigenen Familie stahlen: "Jetzt kann meine Familie nicht kommen, weil irgendwelche zufälligen Leute mich besuchen kommen – und das war so unglaublich frustrierend." Neben dem Modelgeschäft landete Jeremy nach seiner Entlassung im März 2016 auch Rollen in Filmen und ist bis heute aktiv in der Branche tätig.

Einen Aspekt seines Aussehens würde Jeremy allerdings heute anders entscheiden: seine Tattoos. Gegenüber dem Nachrichtenportal Jamaica Gleaner erklärte er, er hätte sich die Tätowierungen "definitiv" nicht stechen lassen, wenn er die Zeit zurückdrehen könnte. In der Einzelhaft habe er sich eines Tages im Spiegel betrachtet – einer Seltenheit, da die meisten Gefängnisspiegel zerkratzt und kaum nutzbar seien – und eine nüchterne Erkenntnis gewonnen: "Ich hatte meinen Körper mit Tattoos bedeckt, weil ich Angst hatte, im Leben zu scheitern." Mit den Tätowierungen habe er sich unbewusst selbst sabotiert, um nach der Entlassung gar nicht erst versuchen zu müssen, ein geregeltes Arbeitsleben zu führen. Seinen Modelvertrag hatte Jeremy übrigens noch vor Antritt seiner Haftstrafe unterzeichnet – Modelagenturen buhlten schon kurz nach dem viralen Fahndungsfoto um ihn.

Jeremy Meeks bei der Philippe Plein Show in Mailand
Marco Bertorello/AFP/Getty Images
Jeremy Meeks bei der Philippe Plein Show in Mailand
Jeremy Meeks bei der Lambertz Monday Night 2020
Krick, Jens / ActionPress
Jeremy Meeks bei der Lambertz Monday Night 2020
Jeremy Meeks im Gerichtssaal, Juli 2014
Getty Images
Jeremy Meeks im Gerichtssaal, Juli 2014
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