Rafael Nadal musste gesamte Karriere über körperlich leiden
Rafael Nadal (39) spricht überraschend offen über die Schattenseiten seiner glanzvollen Karriere. In einem aktuellen Video-Interview mit der BBC erzählt der 39-jährige Tennisstar, dass er seit einem Fußbruch beim Madrid-Turnier 2005 praktisch seine gesamte Laufbahn mit Einschränkungen bestreiten musste. Der Fußschaden hat den kompletten Bewegungsapparat des früheren Weltranglistenersten durcheinandergebracht. Bei ihm wurde das seltene, degenerative Müller-Weiss-Syndrom diagnostiziert. Trotzdem jagte der Mallorquiner weiter Titel um Titel hinterher – immer mit der Angst im Hinterkopf, wie lange sein Körper das noch mitmachen würde.
Um überhaupt weitermachen zu können, trug Rafael spezielle Einlagen im Schuh – mit gravierenden Folgen. So schildert er, dass sein Knie durch die jahrelange Fehlbelastung stark in Mitleidenschaft gezogen worden sei und der Sehnenapparat dort massiv gelitten habe. Immer wieder musste sich der Sportler in seiner Laufbahn mit Verletzungspausen, Behandlungen und Reha-Phasen auseinandersetzen. "Deshalb musste ich überaus positiv und entschlossen bleiben und stets bereit sein, nach einer Lösung zu suchen, um wettbewerbsfähig zu bleiben, und einen Weg zu finden, immer wieder auf den Platz zurückzukehren", so Rafael. Im Mittelpunkt seines Rückblicks steht jedoch nicht der Schmerz, sondern seine enorme Leidenschaft für den Sport. Im BBC-Interview betont Rafael, dass für ihn ein Grundsatz gegolten habe: Seine Freude am Tennis sei größer gewesen als das Leiden, das ihm sein Körper bereitete. Er gewann insgesamt 22 Grand-Slam-Titel.
Passend zu diesen sehr persönlichen Einblicken steht Rafael derzeit auch mit seiner Netflix-Doku "RAFA" im Fokus. Die vierteilige Produktion begleitet den letzten Abschnitt seiner Laufbahn und zeigt seinen Abschied ebenso wie den jahrelangen Kampf mit seinem Körper. Bei der Premiere in Madrid war der Sportler vor wenigen Tagen nicht allein erschienen, sondern mit seinen Eltern Ana Maria und Sebastián sowie seinem Onkel und Ex-Trainer Toni Nadal und seinem früheren Coach Carlos Moyá. Gerade dieser enge Familienkreis spielt in Rafaels Geschichte seit Jahren eine wichtige Rolle. Der Mallorquiner gilt als sehr heimatverbunden und hält sein Privatleben weitgehend aus der Öffentlichkeit heraus. Mit seiner Frau Mery Perelló hat er ein Kind.








