

Hollywoods Lieblings-Bad-Boy: Filmstar Colin Farrell wird 50
Heute feiert Colin Farrell (50) seinen 50. Geburtstag – und der irische Schauspieler blickt auf eine bemerkenswerte Karriere zurück. Geboren am 31. Mai 1976 in Dublin, gelang ihm Ende der 1990er-Jahre der Durchbruch, bevor er sich mit Filmen wie "Minority Report", "Phone Booth" und "S.W.A.T." in den frühen 2000ern als einer der gefragtesten Darsteller Hollywoods etablierte. Was folgte, war eine turbulente Phase: Skandale, Schlagzeilen und ein Ruf als Bad Boy des Filmgeschäfts prägten jahrelang sein öffentliches Bild. Doch Colin ließ sich davon nicht dauerhaft bremsen – im Gegenteil. Nach einem Reha-Aufenthalt im Jahr 2005 sprach er laut Hello! offen über seinen Weg zur Nüchternheit und den Wandel, den dieser in seinem Leben ausgelöst hatte.
Seit seinem Entzug suchte er gezielt anspruchsvollere Rollen und sammelte mit Filmen wie "Brügge sehen... und sterben?", "The Lobster" und "The Killing of a Sacred Deer" begeisterte Kritiken. Mit "The Banshees of Inisherin" unterstrich er erneut seine Ausnahmestellung. Seinen bislang wohl größten Verwandlungskünstler-Moment erlebte er in der HBO-Serie "The Penguin", in der er unter aufwendigen Prothesen den Gotham-Verbrecherboss Oz Cobb zum Leben erweckte – und dafür mit einem Golden Globe ausgezeichnet wurde. Auch in der Neo-Noir-Serie "Sugar", in der er einen rätselhaften Detektiv spielt, begeisterte er Kritiker und Publikum gleichermaßen. Colin selbst zeigte sich gegenüber dem Magazin Collider begeistert von dem Charakter: "Er ist eine wirklich wunderbare Figur, die man bewohnen kann, und es gibt Orte, an die wir mit dieser Figur gehen können, wobei die erste Staffel nur die Spitze des Eisbergs war."
Neben seiner Karriere ist es vor allem sein Privatleben, das Colin in den vergangenen Jahren verändert hat. Er ist Vater zweier Söhne – James und Henry. Sein älterer Sohn James hat das Angelman-Syndrom, eine seltene neurologische Erkrankung. Diese Erfahrung hat Colin zu einem engagierten Fürsprecher für Menschen mit geistigen Behinderungen gemacht und er nutzt seine Reichweite, um Bewusstsein für das Thema zu schaffen. Dass er auch andere Schattenseiten seines früheren Lebens – darunter seine Drogensucht – offen anspricht, hat er mehrfach gezeigt. So erklärte er auf einer Pressekonferenz beim San Sebastian International Film Festival, dass er zwar seinem Körper und Gehirn geschadet habe, aber nie dem Glücksspiel verfallen sei. Mit 50 Jahren gilt er heute als einer der vielseitigsten und respektiertesten Schauspieler der Branche.





