Iris Berben ehrlich: Älterwerden ist für sie "eher schwer"
Am Rande der Filmfestspiele in Cannes hat Iris Berben (75) offen über ihre Gefühle zum Älterwerden gesprochen – und das in bemerkenswert ehrlichen Worten. Die Schauspielerin, die seit Jahrzehnten zu den bekanntesten Gesichtern des deutschen Films gehört, gab gegenüber dem Magazin Bunte zu, dass sie das Älterwerden als Herausforderung empfindet. "Ich finde es überhaupt nicht schön. Und ich wehre mich auch dagegen, dass man das verherrlicht. Ich empfinde es eher als schwer. Es macht manchmal auch wehmütig", sagte sie.
Doch so nachdenklich ihre Worte klingen mögen, verliert Iris den Humor nicht. Sie räumte ein, dass vieles im Alltag langsamer und mühsamer werde, und dass sie dachte, sie wäre gelassener damit umgegangen. Dann aber fügte sie lachend hinzu: "Aber ich jubel darüber, dass es mich noch gibt." Wichtig sei ihr, wach und neugierig zu bleiben und Veränderungen offen statt ängstlich zu begegnen. Schönheit sehe sie dabei weniger als etwas, das verloren gehe – "Schönheit verändert sich doch nur", so die Schauspielerin. Außerdem meide sie bewusst negative Energie sowie unrealistische Selbstdarstellungen auf Social Media, weil sie sich dem Druck auf Äußerlichkeiten und anonymen Kommentaren nicht aussetzen möchte.
Schon in der Vergangenheit zeigte sich Iris als Frau, die immer wieder neue Seiten an sich entdeckt. In einem Interview mit der Zeitschrift Gala sprach sie davon, wie sehr sie ein emotionaler Brief einer nahestehenden Person bewegt hatte – ein Moment, der ihr gezeigt habe, dass sie privat doch weniger kontrolliert sei als gedacht. Die Freundschaft zu sich selbst sei ihr ohnehin ein zentrales Anliegen: "Ich mag mich vor allem dann, wenn ich gut mit mir befreundet bin. Wenn ich mir bewusst mache, wie privilegiert ich leben und arbeiten kann", erklärte sie jetzt gegenüber Bunte.








