Sting sieht Ursache für toxische Männlichkeit im Jobwandel

Sting sieht Ursache für toxische Männlichkeit im Jobwandel

- Lisa Mayr
Lesezeit: 2 min

Wo liegt der Ursprung von toxischer Männlichkeit? Sänger Sting (74) hat darauf eine ganz eigene Antwort. Im Interview mit The Guardian vertrat der britische Musiker jetzt die These, dass der Rückgang körperlicher Arbeit eine wichtige Ursache für problematische männliche Verhaltensweisen sein könnte. Anlass für das Gespräch war die Ankündigung, dass sein Musical "The Last Ship" ab September im Londoner West End zu sehen sein wird.

"Ich arbeite täglich mit meinen Händen als Musiker, und ich habe Glück. Es ist eine Seltenheit, dass moderne Männer ihre Hände wirklich benutzen und ihre Stärken einsetzen, um etwas zu tun. Wir haben dort etwas verloren", sagte er. Er habe zwar keine fertigen Antworten parat, frage sich aber, ob "die Toxizität in der Gesellschaft im Moment" auch damit zusammenhänge, dass diese Richtung für männliche Kraft verloren gegangen sei. Sein Musical knüpft genau an dieses Thema an: "The Last Ship" erzählt von Werftarbeitern, deren Identität mit der Schließung ihrer Arbeitsplätze ins Wanken gerät.

Sein Engagement für das Thema Arbeit und Fleiß zieht sich dabei auch ins Privatleben: Im CBS-Format "Sunday Morning" hatte er zuletzt betont, wie wichtig ihm eine starke Arbeitsmoral bei seinen sechs Kindern sei. "Das Schlimmste, was man einem Kind antun kann, ist zu sagen: 'Du musst nicht arbeiten.' Ich glaube, das ist eine Form von Missbrauch, dessen ich mich hoffentlich nie schuldig gemacht habe", erklärte er.

Sting, Musiker
Getty Images
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