

Krebskrank: So geht es "Lindenstraße"-Star Georg Uecker nun
Georg Uecker (63) ist zurück! Nach einer längeren Auszeit von der Öffentlichkeit hat sich der Schauspieler jetzt in der Bild-Zeitung zu Wort gemeldet und dabei erstaunlich positive Neuigkeiten über seinen Gesundheitszustand geteilt. Dem 63-Jährigen geht es nach eigener Aussage "sehr gut" – und das, obwohl er seit 1993 mit HIV lebt und damals gleichzeitig die Diagnose Morbus Hodgkin erhalten hat, eine Krebserkrankung des Lymphsystems. Seinen Lebensmut hat er sich dabei keineswegs nehmen lassen: "Ich bin ein zähes Luder!", erklärt er lachend im Gespräch. Zudem gibt es noch einen weiteren Grund zur Freude: Georg wird mit dem Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet.
Die Ehrung würdigt sein jahrzehntelanges Engagement für die Sichtbarkeit queerer Menschen im deutschen Fernsehen. Als Dr. Carsten Flöter stand der Schauspieler mehr als 30 Jahre lang für die Lindenstraße vor der Kamera und prägte die Kultserie nachhaltig. 1990 schrieb er mit seinem Kollegen Martin Armknecht (64) TV-Geschichte: Die beiden teilten sich den ersten schwulen Kuss im deutschen Fernsehen – eine Szene, die damals nur wenige Sekunden dauerte, aber heftige Reaktionen auslöste. Beide Darsteller erhielten Morddrohungen, Georg stand zeitweise sogar unter Personenschutz. Gegenüber der Zeitung zeigte er sich nun bewegt über die Auszeichnung: "Ich wollte ja für mein Engagement nie einen Orden, sondern gesellschaftliche Veränderung. Und die haben wir erreicht. Man muss aber auch das, was wir erreicht haben, verteidigen. Und dafür ist so eine Auszeichnung natürlich prima!"
Dass Georg nach dem Ende der "Lindenstraße" im Jahr 2020 zunächst in der Versenkung verschwand, überraschte viele Fans der Erfolgsserie. Die Sendung hatte er über Jahrzehnte mitgeprägt und war für zahlreiche Zuschauer ein vertrautes Gesicht im deutschen Vorabendprogramm. Nun meldet er sich also mit einer guten Portion Humor und Kampfgeist zurück – und mit einer besonderen staatlichen Würdigung für einen Lebensweg, der vom Mut geprägt war, gesellschaftliche Tabus zu brechen.







