FBI kritisiert: Grobe Fehler bei Nancy-Guthrie-Entführung?
Im Fall der verschwundenen Nancy Guthrie, der Mutter von "Today"-Moderatorin Savannah Guthrie (54), gibt es ein neues Update: FBI-Direktor Kash Patel hat gegenüber dem Sender NewsNation seinen schwerwiegenden Vorwurf gegen die Ermittlungsbehörden in Arizona erneuert. "Wir sind sofort erschienen und haben unsere Unterstützung angeboten. Man hat uns vier Tage lang nicht reingelassen. Und das ist ihre Entscheidung", sagte Patel. Nancy war in den frühen Morgenstunden des 1. Februar aus ihrem Haus nahe Tucson im US-Bundesstaat Arizona entführt worden. Zuletzt hatten Familienmitglieder sie in der Nacht zuvor gesehen.
Neben der verzögerten Einbindung des FBI steht auch eine weitere Entscheidung der Strafverfolgungsbehörden in der Kritik: Die Pima County Sheriff-Abteilung hatte DNA-Beweise aus Nancys Haus nicht an das FBI-Labor in Quantico, Virginia, sondern an ein privates Labor in Florida geschickt. Auch dazu äußerte sich Patel: "Wir haben angeboten, die DNA zu testen. Aber das liegt bei ihnen. Sie haben sich für ein privates Labor entschieden." Die Pima County Sheriff-Abteilung wies die Vorwürfe gegenüber dem Magazin Us Weekly entschieden zurück. Ein Sprecher erklärte, ein Mitglied der FBI-Task-Force sei in der Tatnacht vor Ort gewesen und habe Seite an Seite mit dem Personal des Sheriffs gearbeitet. "Das FBI wurde sowohl von unserer Abteilung als auch von der Familie Guthrie umgehend benachrichtigt. Die Koordination mit dem Bureau begann ohne Verzögerung", so der Sprecher. Patel betonte dennoch, das FBI arbeite weiterhin intensiv an dem Fall. "Ich habe sogar unser Büro in Tucson besucht, wo 150 Agenten und Analysten daran gearbeitet haben, Informationen über Nancy Guthrie zu liefern", sagte er.
Der Vermisstenfall hatte weltweit Aufmerksamkeit erregt und zunächst massiven Ermittlungsaufwand ausgelöst. Nach rund 100 Tagen hatten Experten jedoch bereits eine deutliche Reduzierung der eingesetzten Ressourcen festgestellt. Für Savannah war die Situation so belastend, dass sie monatelang nicht in ihrer gewohnten Rolle bei "Today" zu sehen war und erst im April ins Fernsehen zurückkehrte. Zum Muttertag im Mai wandte sie sich auf Instagram direkt an ihre Mutter: "Mutter, Tochter, Schwester, Nonie – wir vermissen dich mit jedem Atemzug. Wir werden nie aufhören, nach dir zu suchen. Wir werden nicht in Frieden sein, bis wir dich finden."







