Doch keine Fälschung? FBI prüft Briefe im Nancy-Guthrie-Fall
Das große Zurückrudern in Arizona: Im Entführungsfall der 84-jährigen Nancy Guthrie, Mutter der "Today"-Moderatorin Savannah Guthrie (54), musste das FBI am Mittwoch die Berichterstattung geraderücken. Zuvor hatte die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf anonyme Ermittler die Behauptung in die Welt gesetzt, dass sämtliche eingegangenen Lösegeldbriefe gefälscht seien. Dem widersprach die Behörde nun laut People energisch. Während ein Teil der Post tatsächlich als illegitime Trittbrettfahrerei aussortiert wurde, stufen die Ermittler andere Schreiben weiterhin als potenziell echt ein. Der Fall wird somit ohne Kursänderung als Entführung zur Lösegelderpressung weitergeführt.
Konkret heißt es in der Mitteilung des FBI, dass "mehrere Lösegeldforderungen" im Laufe der Ermittlungen eingegangen seien. Während die Beamten des Pima County gemeinsam mit dem FBI jede Zeile prüfen, durchkämmten Einsatzkräfte parallel und bisher ergebnislos das staubige Grenzgebiet zu Mexiko. Die Luft im Fall bleibt dünn, weshalb die Familie inzwischen eine Million Dollar für sachdienliche Hinweise ausgelobt hat; das FBI legt noch einmal 100.000 Dollar obendrauf. Hinweise sollen ohne Umwege direkt bei den Behörden eingereicht werden.
Savannah hat sich derweil weitgehend aus dem medialen Rampenlicht zurückgezogen. Im Gespräch mit ihrer TV-Kollegin Hoda Kotb deutete sie bereits an, dass sie persönlich zumindest zwei der Briefe für bare Münze nimmt. Die Ungewissheit wiegt schwer, zumal die Spurenlage von Beginn an wenig Raum für den Glauben an ein Happy End ließ: Ein maskierter Täter hatte am frühen Morgen die Türkamera an Nancys Haus gekappt, kurz darauf brach das Signal ihres Herzschrittmacher-Monitorings ab, und vor der Tür sicherten Beamte schließlich Blutspuren. Während die Behörden nun mühsam die Post sortieren, klammert sich die Familie an die Hoffnung auf den einen entscheidenden Hinweis aus der Bevölkerung.








